It’s a Match #2/20

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Tinder — Das Coronavirus hält nicht nur die Welt in Atem, sondern führt auch zu einer Veränderung zwischenmenschlicher Kontakte. Während in China die Scheidungsraten hochschnellen, scheint von Social Distancing in unserer Dating-Welt keine Rede zu sein. So erzählte mir Schmalzlocken-Antonio, was er für ein tolles Date mit seiner neuen «Busle» gehabt hätte. Und auch meine Mitbewohnerin lässt ihren Romeo unbesorgt die öffentlichen Verkehrsmittel verwenden, was in mir den Drang hervorruft, sofort in Desinfektionsmittel zu baden und meine Wohnung nur noch in einem Schutzanzug zu betreten.

Wie kann man also coronagerecht daten, ohne gleich atemlos durch die Nacht rennen zu müssen? Ich bin zur Antwort gekommen, dass Dating nun einem Alles-oder-Nichts-Prinzip folgen muss. Entweder man beklagt bis zum Ende der Quarantäne mit seinem Love-Interest über Face-Time den kargen Toilettenpapier-Stand oder man geht einfach zusammen in Quarantäne.

Eure Charlotte hat sich für Letzteres entschieden. Nun lebe ich seit fast einer Woche mit meinem Quarantäne-Buddy zusammen und muss sagen, dass mir noch kein Date so viel Information bezüglich Kompatibilität gegeben hat. Das mag zwar krass klingen, aber dennoch finde ich, dass man sich sowieso früher oder später jenem Härtetest der Kohabitation hingeben  muss, um zu wissen, ob die Bindung etwas für die Ewigkeit ist. Deswegen gebe ich mich nun frohen Mutes und dank Quarantäne hustenlos diesem Experiment hin. Love is not blind, love is quarantine.

Herzlich,

Charlotte Chardonnay

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