50’000 Franken Verlust? Der VSUZH-Liveticker

in Campus von

Die ZS tickert wieder einmal live aus der VSUZH-Ratssitzung. Heute Abend geht es um Geld, und zwar um nicht vorhandenes. Der VSUZH diskutiert über das Budget für das nächste Geschäftsjahr – und hat dabei ein Minus von 50’000 Franken budgetiert.

Vor der Sitzung: 

Zwei Stunden, eine Minute und 39 Sekunden. So lange hat der kenianische Langstreckenläufer Eliud Kipchoge im September gebraucht, um die 42 Kilometer des Berlin-Marathons hinter sich zu bringen. Eine beachtliche Leistung. Die Frage für heute Abend: Wie viel leistet der VSUZH-Rat heute Abend in derselben Zeit? Wie wird die Budget-Diskussion verlaufen? Wie positionieren sich die einzelnen Fraktionen? Leisten sie dem Vorstand Gefolgschaft und nehmen das Budget, das ein Minus von 50’000 Franken fürs Geschäftsjahr 2019 vorsieht, an? Und: Wie gedenkt der VSUZH das Defizit zu decken? Mit diesen Überlegungen: Herzlich willkommen zum VSUZH-Marathon!

Übrigens: Bei der letzten Ratssitzung am 18. Oktober wurde der Rat schon vor dem Start disqualifiziert: Es waren zu wenige Ratsmitglieder anwesend, um die Sitzung überhaupt durchführen zu können.

 

21:59 Kurzfazit: Der VSUZH hat sein Budget gemacht für das nächste Geschäftsjahr. Er hat einige Kommissionen mit neuen Mitgliedern besetzt. Er hat eine Leistungsvereinbarung mit der Uni in Auftrag gegeben. Das ist – bei aller Liebe – herzlich wenig für eine fast vierstündige Sitzung. Der VSUZH-Rat hat heute viel Zeit verloren mit Detaildiskussionen, die wünschenswerterweise schon vor der Sitzung ausgeräumt hätten werden können. Und: Der VSUZH hat heute 50’000 Franken Verlust für das nächste Geschäftsjahr durchgewinkt.

Manche rennen 42 Kilometer; andere budgetieren 50 Kisten Verlust. Und andere trinken kistenweise Bier: So die zwei ZS-Redaktoren, die heute getickert haben. Good Night and Good Luck!

21:58 BREAKING: Der VSUZH-Rat verliert die Beschlussfähigkeit. Die Sitzung ist hier geschlossen.

21:55 Aus dem ZS-Ticker, der parallel auf Twitter läuft: Das des ist seine Organisationsform…

21:46 Es fehlen noch 45 Minuten und der VSUZH hat zwei ganze Kipchoge-Marathons absolviert. Weitaus weniger schweisstreibend als beim Kenianer. Dafür eklatant viel nervenzehrender. Unproduktiver. Und vor allem: Statischer.

21:41 Der Antrag ist angenommen; der VSUZH-Vorstand soll mit der Uni über einen Leistungsauftrag verhandeln.

21:40 Rona Bolliger: „Ich spreche mich dafür aus, dass wir dem Vorstand mal den Auftrag geben zu verhandeln. Haben wir dann ein konkretes Angebot der Uni auf dem Tisch, können wir ja immer noch drei Stunden lang darüber diskutieren.“

21:37 Luisa Lichtenberger (SI Recht): „Der Vorstand hat doch genau den Auftrag mit der Uni klar zu definieren, welche Leistungen die Uni finanziell unterstützt. Das hat noch nichts mit struktureller Abhängigkeit zu tun. Gerade Projekte wie das UZH-GYM können dann viel langfristiger finanziell gesichert werden.“

21:34 Alexander Herren (kriPo): „Wir gefährden unsere Kernaufgabe, wenn wir solche Verträge mit der Uni abschliessen. Das ist nicht ideologisch, sondern demokratietheoretisch gedacht.“

21:29 Timothy Schürmann (kriPo) spricht sich dagegen aus, dass der VSUZH finanzielle Unterstützung von der Uni erhalten soll. Er sieht genau das Problem der Abhängigkeit. „Zumal wir ja mittlerweile budgetierte Verluste absegnen.“

21:25 Nicolas Diener: „Wir sollten nicht zu abhängig von der Uni werden, ansonsten können wir unser Mandat nicht mehr wahrnehmen.“ Nicolas Diener (GPK) muss es wissen, er ist einer der dienstältesten VSUZH-Ratsmitglieder.

21:21 Buser weiter: „Wir setzen uns auch dafür ein, dass wir eine finanzielle Gegenleistung von der Uni bekommen. Nämlich dann, wenn wir Dienstleistungen erbringen, die wir der Uni abnehmen. Natürlich wollen wir nicht, dass wir uns in eine finanzielle Abhängigkeit mit der Uni begeben. Solange diese finanziellen Gegenleistung nicht zu hoch sind und systemisch werden, seht der Vorstand darin kein Problem.“

21:18 Lukas Buser erzählt von der Leistungsvereinbarung mit der Universität Zürich. „In einer Leistungsvereinbarung wird geregelt, welche Dienstleistungen zwei Vertragsparteien sich gegenseitig zur Verfügung stellen.“ Der Vorstand setzt sich seit Sommer 2018 für eine solche Leistungsvereinbarung ein. „Unser Auftrag ist sehr vage definiert. Es wäre wünschenswert, wenn wir die Raumsituation, IT-Dienstleistungen und Anstellung von Mitarbeitenden klar und deutlich mit der Uni geregelt hätten.“

21:17 Lukas Buser bedankt sich dafür, dass der Rat noch beschlussfähig ist. Kein Kommentar.

21:15 Übrigens hat der Eliud Kipchoge seit mittlerweile 45 Minuten seinen Marathon beendet. Der VSUZH hat sein Budget verabschiedet. Und die ZS-Chronisten haben mittlerweile eine Zigarette geraucht. Ein jeder und jede macht, was er oder sie halt am besten kann…

21:13 Fabio Huber (kriPo) betreibt Ämterkummulation; er wird gleich in mehrere Kommissionen des VSS gewählt. Das ist aber grundsätzlich begrüssenswert: Die Sitze würden ansonsten ja freibleiben…

21:12 Timothy Schürmann nimmt auch Einsitz in eine VSS-Kommission.

21:10 Fabio Huber (kriPo) nimmt Einsitz in die VSS-Delegiertenversammlung.

21:09 Die Nachtseminar-Kommission bleibt unbesetzt.

21:08 Zwei Sitze in der Programmkommission für den Studierendenkongress bleiben unbesetzt.

21:06 In die Finanzkommission ist Seline Büchel (IGI) gewählt.

21:04 Der VSUZH ist bei den Wahlen. Es geht um freie Sitze in der Dienstleistungskommission. Es kandidieren drei Personen: Zoé Gianocca (SIPP), Valentin Kathriner und Nina Mayer. Sie sind alle gewählt.

20:47 Das Budget ist angenommen. Wenig überraschend ist es hauptsächlich die kriPo, die es nicht genehmigen mag. 35 Ja zu sieben Nein-Stimmen.

20:46 Der Antrag der kriPo wird klar und deutlich den Bach ab geschickt. Das Budget bleibt wie es ist: Der VSUZH budgetiert einen Verlust von 55’000 Franken. Jetzt muss es nur noch genehmigt werden.

20:45 Es geht zur Abstimmung!

20:43 Timothy Schürmann (kriPo): „Man kann schon immer auf der kriPo rumhacken, dass sie zu spät sei mit ihren Anliegen. Das kennen wir. Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass wir die Einzigen sind, die sich überhaupt um das Budget scheren. Es geht da auch um eine gewisse Verantwortung dem Verband gegenüber.“

20:42 Sascha Sauer (IGOR): „Das Budget ist sehr konservativ gemacht. Das Problem ist, dass daher viele meinen, der VSUZH mache 50’000 Franken Verlust nächstes Jahr. Das ist aber wirklich das Worst-Case-Szenario.“

20:40 Vehementer Widerspruch von Luisa Lichtenberger (SI Recht) und Zoé Gianocca (SIPP): Der VSUZH habe im letzten Jahr zum ersten Mal überhaupt ein Minus budgetiert. Gianocca: „Das Budget ist seit Monaten bekannt. Warum wird immer erst im letzten Moment Widerspruch laut?“

20:38 Alexander Robert Herren: „Sich Gedanken über die eigene Zukunft zu machen, ist schön und recht. Aber wenn wir so weitermachen, dann verlieren wir uns irgendwann. Wir können nicht jedes Jahr ein Minus budgetieren.“

20:36 Bolliger weist zurecht darauf hin, dass heute Abend praktisch wieder nur Männer die Diskussion führen. Gottlob macht sie die Sitzungsleitung. Und die ZS streut auch Asche über das eigene Haupt: Auch bei uns tickern zwei Männer…

20:34 Sitzungsleiterin Rona Bolliger ist etwas ungehalten: „Ich führe eine Rednerliste ein: Das Feld ist ausreichend abgesteckt.“

20:33 Hauptsächlich sparen möchte die kriPo bei Projekten und Geldern für die Kommissionen.

20:27 Grundsätzlich geht es darum, dass die kriPo sparen will. „Wir müssen schauen, dass es diesen Verband, den es erst fünf Jahre gibt, auch noch weitere fünf Jahre gibt.“ Es gehe nicht an, dass der VSUZH unermesslich viele Projekte durchführt, wenn dazu schlicht das Geld fehle.

20:24 Nach einer Minute wird Schürmann rüde abgebrochen – die Redezeitbeschränkung gilt auch für ihn. Nun ist er richtig angesäuert und ich kann seinen Ärger verstehen. Zuerst diskutiert man über einen Änderungsantrag, der ad hoc entstanden ist, bevor man zu seinem Vorschlag kommt, der schon seit „letzten Sonntag“ steht. Nach einigem Hin und Her einigt sich der Rat darauf, dass er von der Redezeitbeschränkung ausgenommen wird und weiter sprechen darf.

20:21 Wir sind immer noch beim Budget. Timothy Schürmann (kriPo) stellt den Änderungsantrag vor: „Der Gesamtverlust im Budget ist zu hoch. Es ist noch höher als letztes Jahr. Niemand scheint es zu interessieren; ich weiss nicht, wie lange der Verband so noch weiter wirtschaften kann, wenn jedes Jahr ein Minus in dieser Höhe budgetiert wird.“

20:20 Wir haben nun fast eine Stunde Diskussionen über uns ergehen lassen müssen, nur damit nachher alle einzelnen Veranstaltungen angenommen werden. Demokratie ist langsam, ja. Aber beim VSUZH ist dieses Motto ins Unerträgliche gesteigert.

20:19 Tanz am Irchel bekommt insgesamt 15’500 Franken gesprochen, für den Sporttag 2500 Stutz.

20:17 10’000 Franken für das Powderfest sind gesprochen.

20:16 Speeddating ist angenommen.

20:14 Übrigens dürfen genau elf Mitglieder den Rat verlassen, bis er seine Beschlussfähigkeit verliert. Die ZS nimmt Wetten entgegen, wie lange das noch gehen wird…Meldet uns auf Twitter mit eurem Tipp und Wetteinsatz!

20:12 „Lieber Tanz am Irchel als 10’000 Franken für das Powderfest (Skiveranstaltung des VSUZH)“, heisst es im Rat. Die ZS fragt polemisch: Warum nicht beides streichen?

20:10 Ordnungsantrag eingegangen von Luisa Lichtenberger (SI Recht) auf Abbruch der Diskussion. „Leute, es geht so nicht! Wir kommen nicht vorwärts, sollten das Budget verabschieden und haben noch andere wichtige Traktanden!“ Word! Der Änderungsantrag ist angenommen.

20:08 Es tut sich was. Der Rat hat soeben zugestimmt, dass über die einzelnen Budgetposten der Dienstleistungskommission einzeln besprochen werden.

20:03 UPDATE: Der VSUZH bringt es nicht fertig, ein Vollbild auf den Screen zu bringen. Dafür zeigt er uns einen schönen, neoromantisch angehauchten Bildschirmhintergrund eines Naturidylls (Wasserfall).

20:01 BREAKING: In der zweithintersten Reihe sind die ersten Ratsmitglieder am Dösen…

19:57 Der VSUZH diskutiert Fragen erschöpfend, sodass am Schluss alle – Ratsmitglieder, Vorstand, Chronisten – ihr ahnt es, völlig erschöpft sind. Vielleicht sogar erschöpfter als Kipchoge?

19:56 Der VSUZH-Rat offenbart wieder einmal eines seiner Grundprobleme. Er diskutiert über Detailfragen, bevor er sich den Grundsatzdiskussionen widmet.

19:52 Während im VSUZH-Rat immer noch über einen einzelnen Posten des Budgets diskutiert, rennt Kipchoge unermüdlich weiter. Er hat schon weit über die Hälfte des Marathons abgespult.

19:51 Luca Gnoss, der den Rave veranstaltet: „Es ist nicht in unserem Interesse, dass unser Budget zusammengestrichen wird, wie das die KriPo vorschlägt.“ Das sei auch nicht im Interesse der Studierenden.

19:48 Die Anträge widersprechen sich nun doch nicht. Es wird also über den Irchel Rave abgestimmt.

19:42 Timothy Schürmann, Fraktionspräsident der kriPo ist sauer. Noch bevor er seinen Änderungsantrag zum Budget vorstellen darf, muss er Frage dazu beantworten. Er weigert sich.

19:40 Aha! Der Budgetantrag der kriPo thematisiert auch den Rave. Deshalb stehen die zwei Anträge in Konkurrenz, weshalb zuerst über den Budgetantrag der kriPo gesprochen werden muss, bevor eine Entscheidung über den Rave gefällt werden kann.

19:38 Zoé Gianocca: „Wir sollten uns als VSUZH auch an grosse Projekte heranwagen. 60’000 Franken sind viel Geld, aber im allerwahrscheinlichsten Fall kommen wir aus dem Schneider und schreiben eine Null.“

19:36 Die Sitzungsleiterin Rona Bolliger ist „ratlos“. Ein ratloser Rat, da ist guter Rat teuer…Es geht darum, ob sich das zu genehmigende Budget für den Irchel Rave mit einem später kommenden Antrag der kriPo vereinbar ist.

19:32 Es gibt kein Ausweichdatum für den Rave.

19:28 Ein Ratsmitglied der IGOR gibt zu bedenken, dass 1050 Leute, die der „Tanz am Irchel“ anziehen muss, relativ viel sei. Das Ratsmitglied bittet um Auskunft. Antwort Luca Gnoss: „Wer sich in Zürich im Ausgang bewegt, weiss, dass 1000 Leute für eine Openair-Veranstaltung realistisch ist. Wir haben am Irchel Platz für 2000 Leute.“

19:22 Auf Anregung von Luisa Lichtenberger nimmt der Rat eine Redezeitbeschränkung von einer Minute an. Zur Erinnerung: In einer Minute rennt der Marathonläufer Kipchoge durchschnittlich 350 Meter. In diesem Sinne: „Run, VSUZH, run!“

19:20: „Wenn 1050 Leute kommen und den regulären Eintritt zahlen, haben wir die 61’000 Franken wieder rausgeholt.“

19:18 Luca Gnoss von der Dienstleistungskommission stellt das Budget für den „Tanz am Irchel“ am 1. Juni vor. Der Spass wird 61’000 Franken kosten. Auch hier handle es sich um ein konservatives Budget. „Sollten wir keine Helferinnen und Helfer und keine Sponsoren finden, wird der Tanz so viel kosten.“

19:14 Luisa Lichtenberger, heute das erste Mal „nur“ noch als Ratsmitglied anwesend (SI Recht) versucht, die Wogen zu glätten: „Vorletztes Jahr hat das Ratswochenende mittelmässig funktioniert. Dieses Jahr ist es ganz ins Wasser gefallen. Geben wir ihm noch eine letzte Chance.“

19:12 Lukas Buser: „Ich finde deinen Schluss komisch. Es sollte doch darum gehen, dass wir überlegen, wie wir mehr Mitglieder fürs Wochenende begeistern können.“ Alexander Herren: „Aber das Wochenende bringt nichts.“ Der Ton wird emotionaler.

19:10 Alexander Herren (kriPo): „Ich verstehe nicht, warum wir nicht aus den vergangenen Jahren lernen.“ Er spricht damit das Ratswochenende an, dass in den letzten zwei Jahren nur sehr wenige Leute angezogen hat. Er fragt sich, warum es dennoch so hoch budgetiert wird.

19:07 Kneisel ist unterdessen fertig mit seinen Ausführungen. Hier nochmals die Eckdaten: Der Budgetvorschlag geht von einem Aufwand von 395’000 Franken aus, was einem Plus von 50’000 Franken gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr vorsieht. Auch der Ertrag steigt leicht an im neuen Budget. Trotzdem rechnet der Vorstand unter der Führung von Kneisel mit einem Minus von total 55’110 Franken

19:05 Haas: „Das Budget entspricht ungefähr denjenigen der letzten paar Jahre, die der VSUZH-Rat bisher immer genehmigt hat.“

19:04 Nicolas Haas (E-Partei), Mitglied der Finanzkommission spricht lange. Was sich daraus herausdestillieren lässt: Die Finanzkommission steht hinter dem Budgetvorschlag des Vorstands.

19:00 Kneisel: „Wir budgetieren Worst Case. Wir haben viele neue Projekte nächstes Jahr. Wir haben da keine Erfahrungswerte, wie gewinnbringend wir diese durchführen können. Deshalb rechnen wir konservativ.“

18:54 Kneisel: „Mit der Ständereform werden wir einige Mitglieder verlieren. Deshalb werden die Erträge aus Mitgliederbeiträgen sinken.“ Buser: „Die Doktorierenden werden wegfallen, weil sie einem andern Stand zugeordnet werden. Ob die dann nach wie vor VSUZH-Mitglieder bleiben, ist fraglich. Aktuell sind 18 Prozent unserer Mitglieder Doktorierende.“

18:52 Lukas Buser, fraktionsloser VSUZH-Präsi schaltet sich ein. Es geht um die IT-Projekte, die mit 7500 Franken zu Buche schlagen. „Wir prüfen auch, mit dem VSETH an dessen IT-Projekte mitzuarbeiten. Zur Sicherheit müssen wir aber trotzdem einen Betrag zur Seite stellen.“

18:50 „Der Studierendenkongress von April 19 haben wir mit 6000 Franken budgetiert“

18:48 Kommen wir zum brisanten Teil des Budgets: Den Projekten. Knapp doppelt so teuer werde die – von 69’000 Franken auf 112’000 Franken. Kneisel: „Die Kommissionen bekommen mehr Geld für Projekte“

18:46 Eine alte Forderung der ZS wird erhört: Die Retraite des Vorstands wird billiger. Dieses Jahr hat es sich der Vorstand für 3000 Franken gut gehen lassen, fürs nächste Jahr sind nur noch 2000 Franken bezahlt. Immer noch genut: Die Retraite der ZS hat dieses Jahr knapp fünfhundert Franken gekostet.

18:45 Auch die Veranstaltungen werden billiger. Der VSUZH spart über 10’000 Franken ein. Dieses Jahr waren 37’500 budgetiert, für das nächste nur nur noch 27’000 Franken.

18:43 Die Kosten für Verwaltungs- und Betriebsaufwand wird gekürzt, von 15’700 auf 11’100 Franken hinunter.

18:39 Alexander Kneisel vom Vorstand – z4tändig für die Finanzen – informiert. Die Personalkosten werden höher; besonders die Entschädigung der Kommissionen nimmt deutlich zu, von 14’000 Franken fürs laufende Geschäftsjahr auf 25’000 Franken im nächsten Jahr. „Die Kommissionsarbeit ist zeitintensiver geworden. Ob die Entschädigung kleiner wird, soll heute nicht diskutiert werden.“

18:37: Das Protokoll der letzten Sitzung ist angenommen – und wir haben das Rederecht. Es kommt gerade recht: Der VSUZH kommt zum Budget!

18:36 Auch fordert Schürmann eine Stimmer im Steuerungsausschuss des Projekts. „Bisher sind wir nur sehr mangelhaft eingebunden gewesen“, meint er. Sein Ausführungen werden mit warmem Geklopfe honoriert. Fragen werden jetzt keine beantwortet; man habe sich mit Timothy oder dem Vorstand in Verbindung zu setzen.

18:33 Timothy Schürmann von der kriPo informiert über die Vernehmlassungsantwort, die der VSUZH bezüglich der „Bibliothekt der Zukunft“ ausarbeitet. Die Mehrheit der Studierenden sei der Meinung, dass es keinesfall zu einem Stellenabbau kommen dürfen. „Die Stände und Institute brauchen unbedingt ein starkes Mitspracherecht“, meint er.

18:27 Die Sitzung ist eröffnet. 39 von 70 Mitgliedern sind anwesend. Der Rat ist beschlussfähig. Das absolute Mehr liegt bei  20 Stimmen. Auch die Stimmenzähler sind gewählt.

6 Comments

  1. Hoi Jonathan, hoi Reto,

    Ich lese eure Schwarzmalerei immer gerne. Ich könnte aber viel besser schlafen, wenn nicht alles immer so schlecht dargestellt wird, wie ihr es momentan tut.
    Dass ihr die Ineffizienz des VSUZH Rates hervorhebt ist nichts neues, man könnte sagen, die Story ist langsam etwas ausgelutscht. Natürlich gibt es nach wie vor ineffiziente Sitzungen, doch andererseits: Fändet ihr es gut, wenn ein Budget einfach so durchgewinkt wird? Die Fragen sind zum Teil durchaus berechtigt und es ist doch geradezu nötig, dass eine Diskussion darüber geführt wird. Wenn nicht im Rat, wo denn sonst? An dieser Stelle kann man nun die einzelnen Ratsmitglieder anprangern, die ihre „Hausaufgaben“ nicht machen, sich nicht oder zu wenig informieren, aber doch nicht den Rat als solches.
    Der Rat ist der Rat und arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen.
    Missstände aufzuzeigen ist eure Aufgabe, aber doch nicht zum hundertsten Mal Dasselbe. Das kommt doch irgendwie dem „Immer-wieder-über-das-Gleiche-Abstimmen-und-nochmal-diskutieren“ ähnlich. Der Rat weiss, dass er nicht das effizienteste Gremium ist, er arbeitet daran und es wird versucht, die Sitzungen effizienter zu machen. Doch wenn ein Thema für Gesprächsstoff sorgt, wäre es falsch die Diskussion zu unterbinden. Zumindest sind das meine 5 Rappen.
    Wir sind ja alles Studierende, genau wie ihr 🙂

    Meines Erachtens wurde heute doch viel erreicht und in die Wege geleitet:
    Es wurde nicht einfach ein Budget amgenommen, es wurde grünes Licht gegeben für mehrere grosse Projekte (ob man die gut findet oder nicht, sei einmal dahin gestellt, die Diskussion darüber wurde aber geführt), man hat den letztjährigen Entscheid im VSS zu bleiben bestätigt, man hat es ermöglicht, die Projekte mit genügend Personal zu planen, und man hat es geschafft, den Vorstand mit der Ausarbeitung einer gescheiten Leistungsvereinbarung zu beauftragen. Das sind doch durchaus keine kleinen Geschäfte, die man einfach so in 15 Minuten erledigen kann und soll (es sei denn man ist Diktator).

    Gruess,
    der heute Abwesende Tim

    • Lieber Tim

      Ich danke Dir herzlich für Deinen ausführlichen Kommentar. Meiner Meinung nach verdient er eine Antwort.
      Ich möchte auch nicht ewiglich auf denselben Punkten rumreiten. Allerdings ist es so, dass in den dreieinhalb Jahren, in denen ich den VSUZH nun schon begleite, es immer die gleichen Punkte sind, die den VSUZH daran hindern, eine sowohl effiziente als auch effektive Studierendenvertretung zu sein.
      1) Es besteht ein eklatantes Missverhältnis zwischen der engagierten, teils sogar aufopfernden Arbeit im Vorstand (Exekutive) und dem Rat (Legislative). Wenn von Anfang an nur knapp die Hälfte der Ratsmitglieder überhaupt zur Sitzung erscheinen, hat der Rat (und damit der VSUZH als Gesamtes) ein Legitimierungsproblem. Dass darüber hinaus sieben Ratsmitglieder gesperrt sind, weil sie es noch nicht einmal fertig bringen, sich für ihre Abwesenheit zu entschuldigen, spricht Bände…
      2) Der VSUZH-Rat diskutiert Probleme ausufernd und erschöpfend. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes: So funktioniert Demokratie. Das Problem ist nur, dass ein Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag besteht – und das ist bei der begrenzten Zeit, die der Rat zur Verfügung hat, verheerend. Ihr könnt es euch nicht leisten, zwei Stunden und drei Unteränderungsanträge lang über das eigene Logo zu diskutieren, wie an früheren Sitzungen geschehen. Darunter leiden andere Traktanden, die ebenfalls besprochen werden müssten.
      Dass eine Budgetdiskussion Zeit in Anspruch nimmt, ist klar und auch richtig so. Was mir aber missfällt, ist die Tatsache, dass regelmässig während den Ratssitzungen ad hoc Änderungsanträge und Unteränderungsanträge entstehen, die die Debatte künstlich verlängern. Für etwas habt ihr eine interfraktionäre Sitzung zur Vorbereitung der eigentlichen Ratssitzungen. Wenn dort die gröbsten Meinungsverschiedenheiten schon vorbesprochen werden könnten, bräuchte es auch keine spontanen neuen Anträge mehr während den Ratssitzungen. Würde bedingen, dass das Interesse an den interfraktionären Sitzungen rege ist. Das muss der Vorstand beurteilen, denn: Die interfraktionären Sitzungen sind nicht öffentlich.
      3) Es sprechen nur Männer in den Ratssitzungen. Obwohl über vierzig Prozent des Rates Frauen sind, sind es nur die Männer (und oft auch immer dieselben, man lese meinen Ticker nach!), die ein grosses Maul haben. Mit der Wahl von Isaias und Dir ist auch der Frauenanteil im Vorstand auf einen Tiefwert gesunken. Als Repräsentant der Studierenden täte der VSUZH gut daran, das Verhältnis zwischen den Geschlechtern etwas gleichmässiger zu gestalten: Schliesslich ist die Mehrheit, für die ihr sprecht, Frauen.

      Worauf ich hinaus will: Die oben beschriebenen Probleme sind systemisch. Sie sind an jeder Ratssitzung beobachtbar – und entgegen Deiner Auffassung – erzielt ihr meines Erachtens auch keine Fortschritte. Darin liegt der Grund, weshalb ich diese Probleme in jeder Sitzung auch wieder aufgreife, selbst wenn du das als „ausgelutscht“ empfinden solltest. Dass dich diese Kritik als Vorstandsmitglied nervt, zeigt mir nur, dass ich meiner Arbeit gar nicht so schlecht nachkomme.

      Ich freue mich auf die weitere Diskussion mit dir

      Reto

      • Lieber Reto

        Du bist es ja bereits etwas von mir gewohnt.;)
        Der Tiefstwert von Frauen im Vorstand war als ich März 2016 in den Vorstand gewählt wurde. Mit Dina trat damals die einzige weibliche Person aus dem Vorstand zurück und ich kam als einzige Frau in den Vorstand. Seit 2016 hatten wir eine unglaubliche Veränderung und hatten ein Jahr lang eine ausgewogene Parität und ein halbes Jahr sogar 5 Frauen im Vorstand. Insgesamt 2 Jahre war der Vorstand meines Erachtens daher sehr gut ausgeglichen. Dass es nun einmal wieder in die andere Richtung schlägt kommt vor, selbst beim Bundesrat… Meines Erachtens kann eine solche Dynamik nicht verhindert werden und es wird sich wieder bessern. Und hey, dafür hat der Rat zwei lautstarke Frauen erhalten! Nach Tickermeldungen werde wohl auch ich eine mit einer grossen Klappe werden. 😉

        Das Zweite betrifft den Rat. Ich muss dich leider korrigieren: Der gewählte Rat besteht nur zu 37% aus Frauen. An der Wahl 2017 waren 41% der Kandidierenden weiblich. Dies soll keine Entschuldigung sein, dass Frauen bei uns nicht adäquat repräsentiert sind, aber wir brauchen in erster Linie mehr Parität bei unseren Kandidierenden um dies zu verändern. Wenn nicht die Hälfte der Kandidierenden Frauen sind, wie soll dann der Rat jemals zu mind der Hälfte aus Frauen bestehen? Vielleicht könntet hier darüber mal einen Artikel machen? Fände ich jedenfalls sehr spannend, schliesslich ist das nicht nur beim VSUZH zu beobachten, sondern an vielen Orten in der Gesellschaft wie z.B. auch in der akademischen Karriere.

        Liebi Grüess
        Luisa

  2. Völlig einverstanden mit der ZS, der VSUZH sollte in 5 Minuten und möglichst diskussionslos über UNSERE GEBÜHREN entscheiden, damit die Herren von der ZS früher nach hause können.
    Da hat jemand das Prinzip nicht ganz verstanden.

    • Liebe Valentina

      Hab Dank für Deinen Kommentar. Ich lasse mir nicht vorwerfen, dass ich früher nach Hause will. An allen VSUZH-Ratssitzungen, aus denen ich bis anhin getickert habe, bin ich bis am Ende geblieben. Es ist umgekehrt wie von Dir dargestellt: Immer und immer wieder kritisiere ich, dass der Rat noch bevor er mit allen Traktanden durch ist, seine Beschlussfähigkeit verliert. Und da wir ja alles wissen, dass es um die Disziplin des Rates nicht allzu gut bestellt ist, wäre ich tatsächlich froh, wenn er gewisse Diskussionen nicht künstlich in die Länge ziehen würde. Niemand spricht von fünf Minuten für die Budgetdebatte. Aber zwei Stunden, nur damit nachher das Budget genauso wie vom Vorstand vorgeschlagen abgesegnet wird, ist schon exzessiv.

      Herzlich

      Reto

  3. Danke, dass ihr immer noch dabei seid, dieses Thema zur Sprache zu bringen. Nur, weil es schon old news ist, heisst das ja nicht, dass man nicht mehr darüber berichten sollte. Im Gegenteil: Wenn es der Rat immer noch nicht schafft, effizient und produktiv zu arbeiten, ist Grundsatzkritik völlig angebracht, auch wenn er es über sich selbst nicht gerne hört.

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