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Blockierte Websites: Schutz oder Zensur?

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Die Universität Zürich blockiert gewisse Websites im UZH-Netzwerk. Nach welchen Kriterien das Internet gefiltert wird, ist unbekannt. Das Vorgehen wird als Schutzmassnahme gerechtfertigt.

Der Chaos Computer Club Zürich informierte am 14. März, dass die Universität Zürich im UZH-Netzwerk gewisse Internetseiten zensiere. Tatsächlich zeigt ein erster Versuch, dass pornografische Inhalte geblockt werden (siehe Meldung auf dem Bild). Die Uni begründet ihr Vorgehen damit, dass sie als Forschungs- und Ausbildungsinstitution den «Angehörigen Sorge tragen» wolle. Die Universität Zürich twittert: «Zum Schutz gegen sexuelle Belästigung sperrt die UZH Websites mit pornografischen Inhalten. Es geht nicht um Zensur.»

 

Hernani Marques, Pressesprecher des CCCZH, gibt zu bedenken, dass die Sperren leicht umgangen werden können und dass das Neutralitätsprinzip des Internets verletzt würde. «Jede Einführung von Zensur führt zu Missbrauch. Autoritäre Kontrollen haben im Internet nichts zu suchen.» Marques fordert die Uni auf, offenzulegen, nach welchen Kriterien gefiltert und gesperrt wird. «Die Uni soll die Filtertechnologie sofort zurücknehmen», verlangt Marques zudem.

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