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    Vor dem letzten Konzert auf der Hauptbühne zünden die Veranstalter des Paléo Festivals ein Feuerwerk. (Bild: Paléo/ETAP)
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    (Bild: Michael Kuratli)

Das Ferien-Openair

in Campus von

Der Besuch am Paléo Festival bei Nyon VD ist mehr als bloss ein Partywochenende. Die rund 230‘000 Besucherinnen und Besucher, die meist mehrere der sechs Festivaltage besuchen, fühlen sich hier teilweise wie im Urlaub.

Wohl zum einzigen Mal während des ganzen Paléo Festivals richten sich alle Augen zum gleichen Punkt. Hoch über dem weitläufigen Gelände explodiert Feuerwerk und erleuchtet rund 35‘000 Gesichter der Festival-Besucherinnen und -Besucher, die darunter stehen und hochblicken. Dazu laufen Lieder von der Stars, die in den vergangenen sechs Tagen aufgetreten sind: Elton John, The National, The Prodigy und natürlich Stromae. Kein anderes Konzert wurde so euphorisch gefeiert wie dasjenige des 29-jährigen Belgiers. Doch wer unter dem Feuerwerk steht und mit den eingespielten Liedern im Hintergrund nochmals das ganze Festival Revue passieren lässt, dem wird klar: Das Paléo Festival ist mehr als nur die Aneinanderreihung einzelner Konzerte. Und wer mit 35‘000 anderen da steht und zum gleichen Ort blickt, spürt, dass das Paléo Festival mehr ist als eine Party, bei der es jedem Einzelnen nur darum geht, sich selbst darzustellen.

 

Rücksichtsvolles Publikum

Es ist eher eine Ferienwoche mit Konzerten, als ein Wochenende, an dem man abstürzt. Die typische Paléo-Besucherin kauft sich für ausgewählte Abende eines der begehrten – und oft in wenigen Minuten ausverkauften – Tickets und reist bereits am Montag an. Der Zeltplatz neben dem Konzert-Gelände bietet knapp 10‘000 Personen und ihren Zelten und Wohnwagen Platz. Hier lässt es sich wunderbar campieren und man kommt gar zu genügend Schlaf, da sich Paléo-Gänger vergleichsweise rücksichtsvoll benehmen – und die paar «Bambulé!»-Rufe nimmt man gerne in Kauf, wenn man an die anderen denkt, die sich «Helga!» schreiend in St. Gallen, Frauenfeld oder im Val Lumnezia zwischen den Zelten übergeben oder anders erleichtern. Das liegt möglicherweise auch am Publikum: Das Durchschnittsalter liegt gemäss den Organisatoren bei 33 Jahren.

 

Studierendenfreundliche Preise

Speziell ist jedoch vor allem, dass das Openair eine ganze Woche dauert und mit zahlreichen Essensständen und Strassenmusikern – sowie dem nahegelegenen Nyon am Genfersee – auch rund um das Konzertgelände einiges zu bieten hat. Noch mehr gibt es dann für diejenigen, die ein Ticket haben. Ohne schikanierende Sicherheitskontrollen kann man das Gelände mit den sechs Bühnen betreten. Wer nicht sein eigenes Getränk oder Essen mitbringt, dem stehen über 200 Essenstände und 50 Bars offen. Hier gibt es neben dem Burger oder der Wurst auch Nasi Goreng und Schawarma. Obwohl das Festival keine Subventionen erhält, setzt es konsequent auf eine Niedrigpreispolitik – für Studierende gibt es Eintrittskarten ab 55 Franken pro Tag im Abonnement. Im Village du Monde präsentiert in jedem Jahr ein anderer Erdteil seine farbliche, kulinarische und natürlich musikalische Vielfalt (in diesem Jahr: Südamerika).

Nach sechs Tagen Paléo ist man mit Ohren, Augen und Magen durch zahlreiche Länder gereist und freut sich bereits auf die nächste Reise.

 

40. Paléo Festival: 21.-26. Juli 2015
Tickets ab 22. April 2015, 12 Uhr
www.paleo.ch

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