Igor Häfeli, Elena Tonra und Remi Aguilella bilden die Band Daughter

Daughter

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Kaum hat die Londonerin Elena Tonra mit ihrer Band Daughter ohne Label im Rücken zwei EPs veröffentlicht, drehen die musikverrückten Briten schon durch. Mit ihrem Zweitling The Wild Youth katapultierte sich das Trio um Tonra schlagartig ins kollektive Bewusstsein der Feuilletonisten. David Letterman lädt die Band nach Übersee ein, auf der Bühne des traditionsreichen Reading Festival wird sie frenetisch empfangen.

Tonra hat zwar in einem Interview zugegeben, «eher von Männern» in ihrer musikalischen Entwicklung beeinflusst worden zu sein. Doch mit ihren Songs reiht sie sich nahtlos in die Reihe leicht bedrückter Folksängerinnen ein, die von Joni Mitchell bis hin zu den kontemporären Cat Power oder Laura Marling reicht. Daughters Musik ist bis auf die skelettartigen Überreste abgehäutet, das Klangbild gleicht eher The XX als Florence and the Machine, und in ihren Texten lässt Tonra sich über diese merkwürdigen Gefühle als junger Mensch im 21. Jahrhundert aus. Oder über die Kerle, die sie unbedingt will, weil sie sie hasst. Bei Daughter klingt das jedoch nicht lebensnegierend, sondern vielmehr bittersüss.

Ausserdem merkt man den jungen Musikern die Demut und Freude darüber an, ihr Liedgut vor stetig wachsendem Publikum präsentieren zu dürfen. Und dieses wächst rasant; die UK-Tournee ist im Vorfeld des heiss erwarteten Debuts If You Leave schon komplett ausverkauft und auch in Zürich musste ihr Konzert bereits vom Kinski ins Mascotte verlegt werden. Wer also an diesem Tag auf das Cup-Derby verzichten kann, soll doch seinen/ihren Schatz ans Bellevue mitnehmen. Innige Momente sind garantiert. Und das nächste Mal ist es sicher nicht mehr so günstig. [sim]
Wann: 17. April 2013
Wo: Mascott

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