Otfried Jarren übernimmt nach dem Rücktritt von Andreas Fischer das Amt des Rektors bis Ende Januar. (Bild: Frank Brüderli, Universität Zürich)

«Der kritische Dialog wurde zu wenig gepflegt»

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Der Übergangsrektor Otfried Jarren wendet sich mit einem Email an alle Angehörige der Universität Zürich und verspricht, den Dialog zu fördern und zu verbessern.

 

Als Andreas Fischer, der ehemalige Rektor der Universität vor acht Tagen eine Email an alle Angehörigen der Universität Zürich schickte und seinen Rücktritt erklärte, sagten zahlreiche Studierende, dass sie zum ersten Mal von dem Rektor hören. Andreas Fischer war fünf Jahre im Amt. Der Prorektor Otfried Jarren wird Fischer nun für nicht einmal fünf Monate vertreten, doch schon nach drei Tagen erhalten alle Studierenden, Mitarbeitenden und Dozierenden etwas von dem Interimsrektor.

 

In seinem Schreiben bedauert er Fischers Rücktritt «und die Kritik, die derzeit gegenüber der Uni Zürich geäussert wird». Er führt dies indirekt auf den mangelnden kritischen Dialog, der in der letzten Zeit zu wenig geführt worden sei. Jarren möchte nun mit gutem Beispiel vorangehen und trifft sich stellvertretend für alle Angehörige mit Vertretern von Professorinnen und Professoren, Privatdozierenden, der Vereinigung akademischer Mittelbau VAUZ, des Vereins des Infrastruktur-Personals VIP und des Verbandes der Studierenden VSUZH.

 

Entlassung und Herausgabe von E-Mail-Daten abklären

Diese Offenheit in Gesprächen soll auch in der ganzen «Affäre Mörgeli» und dessen Folgen erreicht werden. Die Entlassung von Iris Ritzmann gegen die sich am letzten Freitag hunderte von Akademiker aus aller Welt gewehrt haben, soll laut dem Email von Jarren «durch einen externen Experten abgeklärt werden». Ausserdem möchte der Universitätsrat die Herausgabe von Telefonie- und E-Mail-Daten aufklären.

 

Jarren wünscht sich, dass es ihm und der ganzen Universitätsleitung gelingt, die Türen der Universität nach innen und aussen zu öffnen und «in einen respektvollen Dialog zu treten».

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