Der «Spoken-Word-Pionier» schlechthin (Bild: Jurczok 1001).

Jurczok 1001: Spoken Beats

von

Jasmin Schatzmann

Ein Mann, eine Stimme. Das ist der Zürcher Jurczok 1001, Dichter, Sänger und MC in Einem. Er ist der «Spoken-Word-Pionier» schlechthin. Am 10. März präsentiert er im Theater Neumarkt mit seinem Programm «Spoken Beats» eine mannigfaltige Einmannshow.

Er beweist damit, dass er auch als Solist überzeugen kann. Denn bis anhin trat er hauptsächlich in Begleitung von Melinda Nadj Abonji auf. Diese wurde auch als Autorin bekannt. Ihr Roman «Tauben fliegen auf» wurde sowohl mit dem Deutschen, als auch dem Schweizer Buchpreis 2010 ausgezeichnet.

Nichts desto trotz, Jurczok vermag sein Bühnenreich auch im Alleingang zu bestreiten und zeigt uns, wie vielseitig eine einzelne Stimme eingesetzt werden kann.

Seine virtuosen Darbietungen spiegeln die musikalischen Talente des Künstlers wieder. Er erzählt, spricht, rappt und singt. Seine Texte sind eine geballte Ladung wohl auserlesener Worte. Manchmal sind sie voll trauriger Wahrheiten und manchmal erzählen sie witzige Alltagsgeschichten, stets begleitet von rhythmischen Beats im Hintergrund. Diese sind ebenfalls eine Eigenproduktion des Loopkünstlers.

Was anfänglich noch ungewohnt wirken mag, berauscht aber schon im nächsten Augenblick und gebannt wartet der Zuschauer wohin die Reise ins Unbekannte führen mag.

Erfrischend anders und leicht ironisch hebt sich Jurczok 1001 von der Mainstreamgeneration ab und bringt frischen Wind in die Zürcher Musikszene.

Und wer jetzt noch nicht überzeugt ist, wird es nach der Aufführung auf jeden Fall sein. Klar ist: Wenn er in seinem Lied «Irgendwo» sagt: «ich weiss genau, wasi mach!», glauben wir ihm das.

 

Wann: 10. März, 20.00 Uhr
Wo: Theater Neumarkt

Hörproben gibt’s auf http://www.jurczok1001.ch

 

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