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    Sulen sich im Uni-Müll: Zwei Nachhaltigkeitsaktivisten.
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    Filigrane Kunst aus Altmetall
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    Viel Koffein nimmt der «Täter» zu sich. Das ermittelte der Müll-Kommissar im Ramen der Nachhaltigkeitswoche.

Müllberg vor Uni-Haupteingang deponiert

von

Gianluca Sonanini

Kondome, Lippenstift und ein Mietvertrag. Was sich alles in den Hörsälen ansammelt! Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche wurde der Müll aus einer Woche Uni vor das Hauptgebäude gekarrt.

Vom 4. bis 8. März finden im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche an der Uni und ETH Zürich verschiedenste Veranstaltungen statt. Am Montag widmete man sich mit liebevollen Aktionen und Diskussionsrunden dem Thema «Ressourcen».

 

Bei der Mülltrennungsaktion «Tatort Vorlesungssaal» eruierte eine vierköpfige Spurensicherung aus einem Abfallberg den studentischen Verschmutzungstyp. Alle Abfälle, die letzte Woche in den Hörsälen zurückgelassen und wild eingesammelt wurden, liegen verstreut vor dem Hauptgebäude. Unter der Leitung von Nils Michel (Fachleitung Prävention Sauberes Zürich) ist der Müll aber schon nach gut einer Stunde fein säuberlich eingetütet und gebündelt.

 

Der «Täter» steht fest: er ist schwer Koffein süchtig, trinkt Unmengen von Softdrinks, verschlingt Zeitungen, ist eher weiblich (Lippenstift) und mit Pfefferminzbonbons und einem Kondom auf alles vorbereitet. Immerhin ist die Person dem Papier nach juristisch gebildet. Allerdings hat M. N. leider ihren Mietvertrag nach der Vorlesung liegen gelassen.

 

Insgesamt ist das Littering an der Uni aber keine ausufernde Seuche. Der Abfallberg einer Woche verteilte sich doch dem Flachland angemessen und die meisten Studenten würdigten die Aktion nur eines kurzen, belustigten Blickes. Bei Gesprächen mit dem Experten, schien die Sensibilisierung der Studentenschaft mit der Problematik auch relativ hoch. So kommentierte einer mit leichter Ironie, er fände es toll, dass die «linke Uni» jetzt die Nachhaltigkeit noch steigern will.

 

Im Treppenhaus des Hauptgebäudes war auch noch Dosen-Recycling-Kunst zu bestaunen, wenn man die filigranen Werke denn bemerkte. Auch sie ein hübsches Statement zu einem bewussten Umgang mit unseren Ressourcen.

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