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    Durch dies Tür darf nur, wer dem fvjus-Vorstand genehm ist. (Bild: Nina Fritz)
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    Die Zunfthauschefin rief die Polizei. (Bild: Nina Fritz)
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    Zunfthaus zum Grünen Glas: Members only. (Bild: Nina Fritz)
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    18 Studierenden wurde der Zutritt zur GV des fvjus verweigert. (Bild: Nina Fritz)

Opposition ausgeschlossen: Schwere Vorwürfe gegen VSUZH-Vorstandsmitglied

in Campus von

Jusstudis sagen, sie seien systematisch von der Generalversammlung des Fachvereins Jus ausgeschlossen worden. Das muss alle Studierenden interessieren, denn die Beschuldigten bekleiden wichtige Ämter des VSUZH.

Dienstagabend, 18:30 Uhr. Eine Gruppe Jus-Studierende steht vor dem Zunfthaus zum Grünen Glas. Die 18 Studierenden wollen zur Generalversammlung ihres Fachvereins. Zu dieser Zeit haben es sich im Gebäude der Vorstand und weitere Mitglieder bereits bei einem Apéro gemütlich gemacht. Doch die Neuankömmlinge sind nicht willkommen. Zwei Türsteher eines privaten Sicherheitsdienstes vergleichen ihre Namen mit einer Teilnehmerliste und verweigern den 18 Jusstudierenden den Zugang.

 

Kurze Zeit später fährt die Stadtpolizei mit drei Einsatzwagen vor. Der Einsatzleiter sagt, sie wurden von der Chefin des Restaurants, Katharina Kiniger, bestellt. Es gehe um Hausfriedensbruch.

 

Scheidender Präsident will nicht reden

Die abgewiesenen Jusstudierenden erklären den Polizisten die Situation, worauf die Polizisten einen Mannschaftswagen wieder wegschicken. Die Beamten platzten nun in die bereits laufende Versammlung. Sie gehen auf den Organisator der Generalversammlung, Fachvereinspräsident Moritz Schmid, zu. Dieser weigert sich jedoch, für ein klärendes Gespräch mit den Abgewiesenen vor die Tür zu kommen.

 

Währenddessen bemerkte ein Anwohner, dass er das grosse Polizeiaufgebot nun doch etwas übertrieben fände. Kurz darauf entfernt sich der zweite Einsatzwagen.

 

Oppositionelle Kandidatin ausgeschlossen

An der GV sollte das neue Präsidium des fvjus besetzt werden. Zur Wahl stellten sich Vanessa Fabris und Silvan Andermatt. Vanessa ist nicht vor Ort. Sie wurde vier Tage vor der Wahl vom Fachverein ausgeschlossen. Ohne Begründung. Laut Statuten des fvjus ist dies sogar zulässig: «Mitglieder können durch Beschluss des Vorstandes oder der Generalversammlung ohne Angabe der Gründe ausgeschlossen werden.» Bei einem persönlichen Gespräch mit Ex-Präsident Moritz wurde Vanessa die Teilnahme an der GV ausdrücklich untersagt. Diese Anweisung ist offensichtlich Statutenwidrig. Denn in diesen steht auch: «Gegen den Ausschluss durch den Vorstand kann die Ausgeschlossene ohne aufschiebende Wirkung an die nächste GV rekurrieren.»

 

Opposition erhebt schwere Vorwürfe

Als sich Vanessas Vertrauter, Max Zickler, für sie einzusetzen versuchte, wurde er ebenfalls kurzerhand aus dem fvjus ausgeschlossen. Beide hatten bisher keine Möglichkeit, angehört zu werden.

 

Für den Ausschluss einfacher Mitglieder von der GV gab es verschiedene Begründungen. Einmal hiess es, nur Hauptfachstudierende seien willkommen, dann nur, wer schon vor der GV-Einladung Mitglied des Fachvereins war (Offenbar wurden einige Anhänger Vanessas erst kurzfristig Mitglied des fvjus). Schliesslich wurde Nichtangemeldete nicht zugelassen.

 

Für die oppositionellen Jusstudis steht jedoch fest, warum sie nicht reingelassen wurden. Sie vermuten, dass der fvjus Anhänger von Vanessa fernhalten wollte. Einige von ihnen sagen, sie hätten gar nicht erst eine Einladung zur GV bekommen. Es wurde offenbar bereits da selektioniert.

 

Schliesslich wählte die Versammlung im inneren des Zunfthauses den Wunschkandidaten des Vorstandes, Silvan Andermatt, ins Präsidium. Eine Begründung für die Ausschlüsse im Vorfeld wurde den Teilnehmenden verweigert.

 

Ex-Präsident Moritz und der neugewählte Präsident Silvan wollen gegenüber der ZS zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen. David Studerus, ehemaliger fvjus-Präsident und erfolgloser FDP-Gemeinderatskandidat, der ebenfalls an der GV teilnahm, sieht keine Fehler im Vorgehen des aktuellen Fachverein-Vorstands. Die Fehler lägen viel mehr bei der Gegenkandidatin Vanessa, sagt er, als er von der ZS vor dem Zunfthaus angesprochen wird. Auf Details wolle er aber nicht eingehen.

 

Vanessa: «Ich kandidierte, weil ich Missstände sah.»

Vanessa Fabris fielen schon seit längerem Missstände im Fachverein auf. Deshalb stellte sie sich zur Kandidatur für das neue Präsidentenamt auf. «Ich wollte einen Fachverein, der sich für die Studierenden einsetzt und nicht an ihnen vorbeipolitisiert.» Der Fachverein nimmt schon seit längerem die Wünsche der Studierenden nicht ernst, sondern kümmert sich mehr um ein wohliges Miteinander mit der Fakultät und den Dozierenden. So setze sich etwa der Verein der Tessiner Jusstudis «Circolo Giovani Giuristi Zurigo» für die Wiedereinführung von Wiederholungsprüfungen ein. Die Petition erreichte rund 1500 Unterschriften. Vom fvjus, dem notabene ein Grossteil der Jus-Studis als Mitglied angehört, wurde die Petition nicht unterstützt.

 

In einer offiziellen Medienmitteilung fordert der «Circolo Giovani Giuristi Zurigo» nun die Annullierung der GV vom 25. Februar oder eine Nichtigkeitserklärung der gefallenen Beschlüsse.

 

Alessandro Meyer vom «Circolo Giovani Giuristi Zurigo» äussert sich gegenüber der ZS kritisch zu den Ereignissen: «Unser Verein hat eine neutrale Sicht. Allerdings soll der Fachverein alle Studenten gleichermassen repräsentieren, also Deutschschweizer, Romands und Tessiner. Es kann nicht sein, dass vier Tage vor der GV die Kandidatenliste geändert wird.» Auch ihn hat man nicht an die GV eingelassen. «Die Studenten sollen frei wählen können, wen sie als Vertreter wollen», protestiert er.

 

Das ganze könnte man als Geplänkel innerhalb eines Fachvereins abtun, sässe nicht der auf zweifelhafte Weise bestimmte neue Fachvereinspräsident in der Einsprachekommission des Studierendenparlaments VSUZH. Der für die Ausschlüsse verantwortliche Ex-Fachvereinspräsident ist sogar im Vorstand des VSUZH. Silvan kontrolliert also, ob das Studierendenparlament demokratische Regeln einhält, Moritz ist für die Kommunikation des VSUZH zuständig.

32 Comments

  1. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Autorin Melanie Sauter hier nicht objektiv berichtet. Ich denke eher sie ist persönlich beleidigt, weil sie nicht an der GV des FV Jus teilnehmen durften und draussen bleiben musste!

  2. Der Autorin Melanie Sauter muss ich zum gelungenen Artikel gratulieren, der erschreckende Fakten aufzeigt…
    @Kunterbund: Ganz egal, ob der Journalistin der Einlass verwehrt wurde oder nicht: 18 Vereinsmitglieder wurden mithilfe der Polizei und eines privaten Sicherheitsdienstes von der GV-Teilnahme ausgeschlossen – dass es sich hierbei um einen gewaltigen Skandal handelt, sind wir uns wohl einig.

  3. @Kunterbund

    Die Aussagen der Autorin sind mit Fakten belegt.
    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Sie Herr/Frau Kunterbund jemandem mit unsachlichen Argumenten (nämlich mit einer Unterstellung) das fehlen von Objektivität unterstellen wollen.
    Damit geben Sie sich der Lächerlichkeit preis, weil Sie Ihre eigenen Massstäbe an die Autorin in Ihrer eigenen Argumentation nicht efrüllen.

  4. @Shlomo: Vanessa Fabris war über ein Jahr lang Aktivmitglied des FVjus, hat für die Vereinszeitschrift N’Jus Artikel geschrieben und äusserst erfolgreich Fundraising betrieben. Als Aktivmitglied nahm sie an Aktivmitgliederversammlungen und weiteren Veranstaltungen des FVjus teil. Missstände lassen sich bei solch reger Teilnahme am Vereinsleben leicht bemerken. Erst an der diesjährigen GV durfte sie nicht teilnehmen.
    Deine Unterstellung ist schlichtweg falsch und ich bitte dich, keine weiteren Fehlinformationen in den Kommentaren zu verbreiten. Besten Dank.

  5. @ Yannick (Weber)

    Woher willst du das wissen? Du bist kein Aktivmitglied des Fachvereins und warst nie an einer Aktivmitgliederversammlung dabei! Ich finde es echt bedenklich, was hier für ein Quatsch erzählt wird…

  6. Liebe ZS,
    ein guter Artikel – doch wie verhält sich der Titel zum Inhalt?
    Er weckt Erwartungen, die der Artikel einfach nicht hält 🙂
    Und die der Wahrheit zuwider laufen:
    Schwere Vorwürfe sind in dieser Sache vor allem dem FV Jus Vorstand zu machen. Der VSUZH Vorstand als Ganzes hat sich meines Wissens nichts zu Schulden lassen kommen in dieser Angelegenheit (laut einer Abmachung hält er sich ja zudem aus Fachvereinssachen raus, wenn ich mich richtig erinnere). Ausserdem werden der VSUZH Vorstand und seine Kommissionen (also auch die Einsprachekommission, in der Silvan Andermatt sitzt) vom VSUZH Rat gewählt (Der Vorstand selber hat kein Stimmrecht!); in dem auch der FV Jus vertreten ist. Moritz Schmid, der mit Vorwürfen belastete Ex-Präsident des FV Jus, wurde an der letzten Ratssitzung mit gerade 1 Stimme mehr als das notwendige Minimum (notabene gegenüber einer Vakanz, keinen Gegenkandidaten!) gewählt.

  7. @ Yannick: Vanessa nahm an keiner einzigen Aktivmitgliederversammlung teil, wie Du übrigens auch nicht. Woher willst Du das also überhaupt wissen. Wärst Du mal anwesend gewesen wüsstest Du, dass ihr Fundraising so „erfolgreich“ war, dass sie es nur ein paar Monate gemacht hat. Warum erfindest Du hier solches Zeugs?
    Dass die ZS wenn irgend möglich völlig unsachlich und einseitig gegen den Fachverein Jus schiesst ist ja nichts neues seit der Fachverein seine Mitgliedschaft gekündigt hat weil es in der ZS massive finanzielle Unregelmässigkeiten gab …vielleicht sollte die ZS doch mal noch im eigenen Stall kehren bevor hier die Moralkeule geschwungen wird? Die Autorin soll sich doch mal damit befassen!

  8. @Thomas & Shlomo:

    Dass es Missstände gab, war mit oder ohne Teilnahme bekannt. z.B. Hat der damalige Vorstand des FV Jus sich nie für die Wiederholungsprüfungen eingesetzt, das war alleiniges Werk der TessinerInnen. 1500 Unterschriften haben die alleine gesammelt!
    Dass es im FV Jus im argen liegt, kann man wohl jetzt durch die ganze GV Geschichte zudem mit einem
    q.e.d.
    unterschreiben.
    Das Schlimme ist der Ausschluss von Kandidierenden, von Basismitgliedern, von Aktivmitgliedern und der Beizug der Polizei. Das Schlimme ist, dass nicht die Basis über die Qualifikation oder Nichtqualifikation entscheiden konnte, sondern ein ausser Kontrolle geratener Vorstand mit ehemaligen Präsidenten im Hintergrund.

    Freundliche Grüsse

  9. @Thomas: Einen fünfstelligen Betrag von Sponsoren aufzubringen nenne ich „erfolgreiches Fundraising“, aber das ist wohl Ermessenssache.
    Dass der fvjus-Vorstand, anstatt eine demokratische Wahl zuzulassen, eine Gegenkandidatin grundlos ausschliesst und Vereinsmitglieder von der GV mithilfe von Wachpersonal fernhätl, ist nicht unsachlich, sondern in höchstem Masse erschreckend.
    Über finanzielle Unregelmässigkeiten bei der ZS wüsste ich nichts (und sie tun hier auch überhaupt nichts zur Sache) – selbst wenn es sie gäbe, hat dies die Autorin offensichtlich nicht daran gehindert, investigativen Journalismus zu betreiben und einen guten Artikel zu beschreiben.

  10. @alle: Habt ihr nichts besseres zu tun, als die Medien hier in der Kommentarspalte mit weiteren Behauptungen zu füttern, die die Medienberichterstattung nur weiter anheizen könnten – und zwar zu Ungunsten beider Seiten? Wir begrüssen es sicher alle, wenn hier in den Kommentaren Meinungen ausgetauscht werden. Bitte unterlasst es aber, eure Meinungen mit (vermeintlichen) Tatsachen zu stützen und somit noch mehr Öl in die Geschichte zu giessen. Die Entscheidung, mit Fakten an die Medien zu treten, obliegt einzig und allein den involvierten Parteien selber. Im Gegensatz zu euch müssen sie nämlich mit ihrem Namen herhalten.

  11. Es ist schon lustig, hier als Nichtstudent zu sehen, wie sich Studenten bekriegen. Naja ist ja euer Problem.

    Was aber klar ist und das sollte auch keine Rolle spielen ob Vanessa F. ein aktives Mitglied war oder nicht und ob ihr Fundraising gut war oder nicht. Das hat nichts mit der Sache zu tun. Sie hat als Präsidentin kandidiert, was ihr gutes Recht war. Der fvjus-Vorstand hat sie ausgeschlossen und ihre Unterstützer von der GV ferngehalten. Alleine nun sollte einem auffallen, dass dieser FV nicht wirklich demokratisch ist. Ganz im Gegenteil, das ist antidemokratisches Verhalten vom Feinsten.

    Klar ist mit dummen Schuldzuweisungen und pubertären Pöbeleien, kommt man nicht weiter. Daher sollte der Vorstand nun endlich mal damit rausrücken, wieso man Vanessa F. ausgeschlossen hat, vielleicht gibt es ja triftige Gründe und wenn nicht dann sind sie einfach undemokratisch und man kann den FVJUS bei den nächsten VSUZH-Wahlen wieder rausschmeissen.

  12. Wenn wir hier etwas nicht brauchen, dann noch mehr Quatsch der Marke Bührig. Wirklich nicht. Geh zurück in dein nichtakademisches Planschbecken.

  13. Das hier als „investigativen Journalismus“ zu bezeichnen finde ich eine gewagte Behauptung. Ich denke die Autorin hat weder ausreichend recherchiert noch verfügt sie über die nötigen Informationen. Der Artikel ist daher weder gelungen noch irgendwie hilfreich. Es geht hier einzig und alleine darum den FV Jus und einige Exponenten mit möglichst viel Dreck zu bewerfen. Die kommenden Tage werden offene Fragen beantworten und die eine oder andere Sichtweise ändern.

  14. Ohne Anhörung der Gegenseite die Vorstandsposition in Frage zu stellen – was hier implizit getan wird – ist schlicht unzulässig. Des Weiteren dürfte man erwarten, dass in einer Studierendenzeitschrift ein fehlerloser Text (Gross- und Kleinschreibung!) publiziert wird.

  15. @sebastian (o? –> ESK für FV Jus?)
    ich zitiere einfach mal verschiedene Kommentare aus dem uniboard etc.

    „Der FVjus wurde mehrmals um einen Kommentar gebeten, von verschiedenen Publikationen, und hat sich jedesmal verweigert – weder der abtretende noch der neue Präsident wollten irgendwie Stellung nehmen. Das geht dann in die Kategorie „Einseitige Berichte? Selbst schuld“.“
    _________________________________
    „die einzigen, welche vorab berichteten waren so wie es ausschaut NZZcampus und die zs, welche ja beide geschrieben haben, dass sie moritz schmid zu kontaktieren versuchten. die zs schreibt sogar, dass ihnen seitens Moritz Schmid gedroht wurde. Den Medien drohen…. Da sage ich selbst Schuld.
    Die restlichen Berichte stützen sich ja einfach hauptsächlich auf den Twitter-Live-Ticker der ZS und das war ja einfach Live-Berichterstattung vor Ort. Auch dort hätte Moritz Schmid rauskommen können, oder zumindest die Journalistin reinholen können, damit er seinen Standpunkt darlegen kann. Aber sogar bei der GV habe er ja nur in etwa gesagt, dass der Vorstand zwei Mitglieder ausgeschlossen habe, der Vorstand dazu aber keinen Kommentar abliefere. “
    ___________________________
    „Für mich bleibt zu sagen, dass der FV Jus sich als Organisation derart ungeschickt in ihrer Kommunikation angestellt hat, dass sie sich über solche Berichterstattung wenig zu wundern braucht.“

  16. @Robin

    Heute hat der FV Jus eine e-mail an alle Mitglieder versendet. Falls du dich irgendwie informiert hättest oder ein Mitglied des Vereins wärst wüsstet du das. Ich denke der FV hat das Recht sich innert einer angemessenen Frist zu diesen Themen zu äussern und nicht, wenn das einige aussenstehende verlangen. Ich denke daher die im Artikel erhobenen Vorwürfe und Froderungen vorschnell und ohne genügende Abklärung erhoben wurden. Ebenfalls verstehen ich nicht was dich als offensichtliches Nicht-Mitglied die Angelegenheiten dieses Vereins angehen.

  17. @Wayne

    Danke ich bin Basismitglied und habe die Stellungsnahme zur Kenntnis genommen. Diese Aussagen aus der Stellungsnahme hätte Moritz Schmid auch bereits am Dienstag, als ihn die Medien angerufen haben kundgeben tun, anstatt den Medien mit Konsequenzen zu drohen und zu allem zu schweigen.
    Es ist sein gutes Recht. Doch da kann man nur sagen „selbst schuld“. Und die Stellungsnahme macht den Braten auch nicht feisser. (soll heissen irgendwie anders)
    Die Stellungsnahme bestätigt einfach nur die berechtigte Empörung. Der Schaden für den FV Jus ist immens und nur weil Moritz Schmid scheinbar rechtlich, wie auch PR-technisch (und scheinbar auch menschlich) einfach nicht kompetent ist. Ah und wurde auch schon erwähnt, dass er scheinbar nicht viel von Demokratie hält? Ich möchte nicht von einem solchen Menschen in meinen Interessen vertreten sehen! Egal was da für „objektive“ Gründe sein sollen, welche einen erst 4 Tage vor der GV zum Handeln (Ausschliessen) bewegen und soooo gewichtig sein müssen, dass man nicht die GV darüber beschliessen lässt. Rechtliches Gehör und so.
    Ich bin sauer, dass durch Moritz Schmid der FV Jus und v.a. die juristische Fakultät und ich als Jus-Studi durch den Dreck gezogen werde. Das geht so nicht!

  18. @Robin Schmid: Dass nzz-campus und ZS bereits vor der GV wussten, was beschlossen wurde (der Artikel in der nzz campus erschien 2h vor der GV, die Verfasserin dieses Beitrags war dort), zeigt ja wohl ziemlich deutlich, dass diese „journalistischen Meisterleistungen“ von Vanessa Fabris und Max Zickler veranlasst wurden (wer sonst hätte ein Interesse, die ZS dorthin zu schicken?). Dies zeigt sich auch daran, dass die Berichterstattung völlig einseitig war, wobei auch an unnötigen Beleidigungen („erfolgloser FDP-Gemeinderatskandidat“) nicht gespart wurde. Dies dann als objektive Berichterstattung verkaufen zu wollen ist zwar typisch für linke Kreise, für aufgeklärte Menschen aber lachhaft. Ich habe eher das Gefühl, der FvJus soll hier durch den Dreck gezogen werden, weshalb ein früheres „Statement“ des FVJus an der Darstellung wohl nichts geändert hätte. Generell habe ich deshalb das Gefühl, Vanessa Fabris und Max Zickler wollen etwas vertuschen. Es wäre deshalb wirklich interessant zu wissen, was im fvjus passierte.

    Zudem: Wenn du Basismitglied bist und es dir offensichtlich wichtig ist, wer dich und deine Interessen vertritt, wieso warst du dann nicht an der Generalversammlung? Dort hast du ja, wie sich aus deinem zweitletzten Post ergibt (sogar bei der GV habe er ja nur in etwa gesagt) nicht teilgenommen? Ich finde es deshalb ziemlich scheinheilig von Demokratie etc. zu jammern, wenn du dir nicht mal die Mühe gegeben hast, dort deine Stimme abzugeben…

  19. @mike:
    Das mag für dich jetzt vielleicht wie ein Schock kommen, aber es gibt tatsächlich Studierende, welche für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen und arbeiten gehen müssen. Sogar an der juristischen Fakultät. Aber selbst wenn ich Zeit gehabt hätte, wäre ich wohl nicht reingelassen worden. Es wurden ja nur Parteikonforme Stimmzettelwedler reingelassen.

    Da vom Vorstand bereits im Vorfeld mit Auschlüssen und nicht Reinlassen etc. gedroht wurde, da vom Vorstand bereits im Vorfeld massenweise Leute aus statutenwidrigen Gründen „ausgeladen“ wurden, da bereits im Vorfeld der Ausschluss von den beiden genannten Personen die Runde machte und Empörung auslöste, da es bei den Ticinesi wie auch bei anderen Aktivmitgliedern aus diesen und anderen Gründen bereits rumorte, ist es naheliegend, dass andere Mitglieder (ebenfalls?) die Medien informierten. …
    Bei der ZS gibt es meines Wissens – oh wunder – übrigens auch Jusstudis, welche evtl. Mitglieder im FV sind?

    Aber hei mit deinen Verschwörungstheorien könntest du doch mal bei der Occupy-Bewegung anklopfen oder ist die dir auch „zu links“? –> Weisst du, nicht alles, was nicht rechts ist, ist links.

  20. @Robin: Im nzz Beitrag der zwei Stunden vor der GV erschien steht „Einen Grund für den Ausschluss hat der amtierende Vorstand des Fachvereins nicht angegeben – auch nicht gegenüber der Kandidatin.“ Dies belegt, dass Vanessa Fabris bereits vor der GV in Kontakt mit den Medien stand… Das Vanessa Fabris und Max Zickler die Medien aktiv angingen belegst du übrigens auch implizit mit der Aussage, dass „bereits im Vorfeld der Ausschluss von den beiden genannten Personen die Runde machte“. Der Fachverein hat ja erst heute selber die Jusstudis informiert.

    Zudem: du solltest offensichtlich lieber mehr Zeit an der juristischen Fakultät verbringen anstatt Burger zu braten… 1. woher weisst du, dass der Vorstand bereits im Vorfeld mit Ausschlüssen und Nichtreinlassen gedroht hatte oder bereits im Vorfeld massenweise Leute aus statutenwidrigen Gründen ausgeladen wurden? Kannst du das belegen oder plapperst du einfach unreflektiert nach, was dir andere erzählen? Bedenke: Das Verbreiten von unwahren Tatsachen ist strafbar… 2. wenn es effektiv derart eklatante Verfehlungen gegeben hat, sollte die Anfechtung des Beschlusses ja ein leichtes sein. Dennoch wird das Ganze von Vanessa Fabris und Max Zickler nur medial ausgeschlachtet, ein weiteres Indiz, dass an der hier präsentierten Sachlage einiges faul ist.

  21. @Mike

    Du könntest deinerseits die Module Logik 1 und Logik 2 an der philosophischen Fakultät besuchen, während ich für dich, deine Familie und Kumpanen Burger brate. Auch solltest du dich informieren so könntest du fauler Student zu 1. z.B. bei nzzcampus Folgendes lesen:
    < >

    Selbst wenn die beiden Ausgeschlossenen die Medien informiert haben sollten, ist ihnen das sicher nicht zu verübeln unter solch ungeheuerlichen Umständen hätte ich das auch gemacht. Ich habe es ja auch gemacht 🙂 Ob die Medien das aufgreifen oder nicht ist ja dann deren Sache. Aber offenbar hat es die universitäeren Medien, und nach dem ungeheurlichen Polizeieinsatz auch die restlichen Medien, als öffentliche Instanz genügend interessiert, um weiter zu recherchieren und zu berichten. Im Vorfeld wurde Moritz Schmid ja auch kontaktiert, er hatte Möglichkeit zur Stellungsnahme. Kein Problem hier. Einfach selbst Schuld.

    Das einzige Problem an der Sache ist folglich das undemokratische, diktatorische Verhalten von Moritz Schmid und anderen FV Jus Vorständer. Mit deiner ideologisch verblendeten Kritik an den Medien bist du halt einfach in einer kleinen Minderheit und offenbar hast du keine anderen Argumente, um deine Kumpanen zu verteidigen.
    Päch fürd Schwiiz.
    Und jetzt geh doch Burger essen, zumindest an Geld scheint es dir ja nicht zu mangeln….

  22. ah und ich bin sicher, dass die beiden Ausgeschlossenen auch noch an ein Gericht gelangen werden. Aber offenbar misst du mit zwei Ellen. Beim FV verlangst du, dass man ihnen Zeit zu reagieren gebe. (Obschon sie genügend Zeit hatten sich vorzubereiten, sie haben ja den Ausschluss geplant und durchgeführt, die Medien begannen erst 4 Tage später zu berichten) aber die Ausgeschlossenen müssen sofort den Rekurs einreichen? Eigentlich haben sie doch 30ig Tage Zeit hierfür, nicht?
    Also bitte miss doch mit gleichen Ellen.

  23. Leider erfahren wir nirgends etwas über die wahren Hintergründe. Die eine Gruppe wollte Zoff machen und die andere Gruppe hat das erfolgreich unterbunden. Meine These: Der junge Grüne Max Zickler und seine Kollegin wollten den FVjus nach links drillen. Wenn nötig mit Radau und Ramba-Zamba. Der Vorstand hat sich dagegen gewehrt. Wer hat mehr Infos welcher Partei Vanessa Fabris nahesteht?

  24. @Tom Heise: Inwiefern sollte die von dir behauptete politische Meinung der ausgeschlossenen Vereinsmitglieder relevant sein? Für ein Vereinspräsidium sollte jedes Mitglied kandidieren dürfen, aus welcher Motivation auch immer (sei sie sachpolitischer oder anderer Natur).
    Der FVjus nimmt für sich in Anspruch, die demokratische Vertretung aller Jurastudierenden zu sein. Eine Kandidatin, die dem Vorstand nicht passt, kurzerhand auszuschliessen und somit eine Wahl zu verhindern ist alles andere als demokratisch und daher in meinen Augen absolut unhaltbar.

  25. @Yannick: Also bitte. Auch in einem Studentenverein wird politisiert! Ich hoffe doch sehr, dass jedes Vorstandsmitglied seine Ideen hat und diese einbringen und umsetzen will. Und da kann man sehr wohl auch das Links-Rechts-Schema anwenden. Ist doch spannend! So oder so, dürften – nein: müssen unterschiedliche Meinungen, Denkrichtungen und Ideen da sein, sonst kommt es nicht zum Konflikt. Und genau DIE interessieren! Was steckt dahinter?

  26. aso ihch find, jede cha mache was er wott well jede staht zu dem wo er macht.
    staht eus da gegesiitig ahzgriife söttemer eus lieber freue dases so vill engagierti lüüt a dere Uhni het wo allergisch uf thagesliecht sind.

    Und Tom, du bisch en heise!!!! LY!! <3

  27. Liebe Leserinnen und Leser, ich habe die Kommentare hier seit einiger Zeit verfolgt und möchte bevor mich jemand mit Argumenten niederknüppelt, weil sie/er ihre/seine Meinung nicht genügend wiederspiegelt sieht festhalten: ich bin neutral, weder pro noch contra! Ich halte das ganze Theater für einen ziemlichen Kindergarten, was aber für gewisse Juristinnen und Juristen, die immer Recht haben wollen, nicht ganz atypisch ist. Der Umgang mit dem Wort „Demokratie“ und der Interpretation desselben in gewissen Beiträgen, befremdet mich aber sehr. Wohlgemerkt, wir leben in einem Land, indem ein Bundesrat der grössten Partei abgewählt werden kann (und NEIN, ich bin keine Angehörige der SVP, weiss Gott nicht!) und in dem bei Abstimmungen Resultate von 50.3 zu 49.7 immer häufiger vorkommen. Niemand stellt dies in Frage. Obwohl ein Grossteil, wenn nicht die Hälfte der Bevölkerung anderer Meinung war, akzeptiert man das Resultat. Zentral an dieser Demokratie (die wir ja alle so sehr lieben ;)) ist, dass Menschen unterschiedlicher Auffassung sein dürfen, ohne dass es ein richtig oder falsch gibt – geschweige denn, dass die Richtigkeit des Resultats durch „Beweise“ abgeklärt wird. Dies vorausgeschickt scheinen beide Parteien, sowohl die Ausgeschlossenen wie der Fachverein der Auffassung zu sein, „Recht zu haben“ – für Juristen wie gesagt ziemlich typisch. Soweit so gut. Was ich allerdings bedenklich finde, ist dass gewisse Personen hier Andersdenkende ohne Gnade mit der verbalen Keule mundtot machen wollen. Äusserungen wie „Deine Unterstellung ist schlichtweg falsch und ich bitte dich, keine weiteren Fehlinformationen in den Kommentaren zu verbreiten. Besten Dank.“ haben in einer Demokratie nichts verloren! Wohlgemerkt, die Aussage über den angeblichen Leistungsausweis ist, mangels eines Beweises, nur eine Behauptung. Da kein objektiver Leistungsauszug der Ausgeschlossenen vorliegt, hat der Schreiber des zitierten Beitrags zwar ein Recht auf eine Meinung, nicht aber, dass diese jemand teilt. Zudem: Eine Kollegin, die an der GV war, hat mir erzählt, dass dort rund 40-50 Personen anwesend waren (somit mehr als das doppelte der 18 „Nicht-Teilnehmer“). Dort sei es sehr gesittet zu und her gegangen. Dem Kandidaten fürs Präsidium wurden verschiedene Fragen gestellt, letztlich scheinen diese aber befriedigend gewesen zu sein, da er ja ohne Gegenstimme gewählt worden ist. Dies wirft die Frage auf, welchen Rückhalt die Ausgeschlossenen überhaupt im Verein hatten? Wenn man effektiv einen derart guten Leistungsausweis hat, würden die Teilnehmer der GV dies doch honorieren und den Vorstand für sein Vorgehen rügen!? Dies geschah aber offenbar mit keinem Wort. Ich schliesse daraus, dass die Vereinsmitglieder offenbar mit dem Vorgehen einverstanden war. Mit 40-50 zu 18 wäre es auch bei Teilnahme sämtlicher Personen übrigens eine deutliche Mehrheit gewesen. Dass sich die Ausgeschlossenen nun aber wieder „hineinklagen“ zu wollen, können wohl nur Juristen nachvollziehen. Dann hört man „es gehe ums Prinzip“ und „das ist nicht Recht“. Völlig aus den Augen verloren wird dabei, dass eine Mehrheit die beiden aber offenbar nicht im Fachverein will. Ganz demokratisch. Sehr naheliegend (und im Übrigen demokratisch) wäre für mich deshalb folgendes: akzeptiert den Entscheid, gründet einen neuen Verein und macht es besser! Dann könnt ihr zeigen, wieviel „im Argen“ liegt und wieviel besser ihr das könnt! Das Tischtuch zwischen Fachverein und den Ausgeschlossenen dürfte nach einer solchen „Drecklete“ sowieso derart zerschnitten sein, dass ein einträgliches Zusammenwirken im Sinne aller Studierenden unmöglich ist…

  28. @audrey. Von den 40-50 Teilnehmer waren ein gröserer Teil Alumni-Mitglieder ohne Stimmrecht. Der Kandidat wurde Still gewählt, weil es keine anderen kandidierenden (mehr) gab. Es ist also nicht ersichtlich, wie viele der 30-40 Stimmberechtigten im Saal dem Kandidaten tatsächlich die Stimme gegeben hätten. Die Gegenkandidatin wurde 4 Tage vor der Wahl ausgeschlossen und hatte gar keine Möglichkeit, sich den Fragen und Antworten zu stellen. Alles in allem wurde eine faire Wahl verhindert. Und das ist anti-demokratisch.

  29. Erfolgreiche Abwehr sämtlicher Anfechtungsklagen
    Der Fachverein Jus freut sich, vermelden zu dürfen, dass sämtliche Klagen in Zusammenhang mit den Generalversammlungen des Fachvereins erfolgreich abgewehrt werden konnten.

    Heute Morgen um 08:00 fand am Bezirksgericht Zürich im Verfahren der Klage von Yannick Weber, Vanessa Fabris und Maximilian Zickler gegen den Fachverein Jus die Instruktionsverhandlung statt. Das Verfahren drehte sich um die Rechtsbegehren, welche die drei Kläger im Zusammenhang mit den Vereinsausschlüssen von Vanessa Fabris und Maximilian Zickler bzw. den Beschlüssen der ordentlichen Generalversammlung des Fachvereins Jus am 25. Februar 2014 stellten (worüber in verschiedenen universitären Medien bereits ausführlich berichtet wurde). Nachdem sich der vorsitzende Richter im Rahmen der vorläufigen Beurteilung der Prozesschancen der Argumentation des Fachvereins Jus vollständig angeschlossen hat, wurde den Klägern vom Gericht ein Rückzug der Klage eindringlich nahegelegt. Nach einigen weiteren Ausführungen des Gerichts sind die Kläger diesem Rat letztlich gefolgt und haben sämtliche eingereichten Klagen zurückgezogen. Aufgrund des Umstands, dass die drei Kläger noch Studierende sind, hat der Fachverein Jus sodann dem Vorschlag des Gerichts zugestimmt, auf die Hälfte der Parteientschädigung zu verzichten (die Gerichtskosten gingen voll zu Lasten der Kläger).

    Der Fachverein Jus ist sehr erfreut, dass – nach der erfolgreichen Abwehr einer Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse der ausserordentlichen Generalversammlung vom September 2014 – auch dieses Anfechtungsverfahren (das letzte in Zusammenhang mit den obengenannten Ausschlüssen) zu seinen Gunsten abgeschlossen werden konnte: namentlich hielt das Bezirksgericht fest, dass die Klage sowohl formell wie materiell Unzulänglichkeiten aufweise.

    Der Fachverein Jus hofft, dass die aufgrund dieses Verfahrens verschiedentlich aufgeflammten Konflikte nun endgültig ad acta gelegt sind und wir unsere Zeit & Ressourcen wieder ausschliesslich auf die Verfolgung unserer Kernaufgabe, die Vertretung der Interessen der Studierenden an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich, verwenden können.

  30. Dass die Klage zurückgezogen wurde ist verständlich, da das Vorlegen der entsprechende Beweise mehr als schwierig ist.
    Nichtsdestotrotz sollte man einen wichtigen Grundsatz, den man im Assesment Jahr an der Uni Zürich lernt nicht vergessen: Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit.

    Trotzdem war die Klage erfolgreich hinsichtlich der Tatsache, dass die Studierenden darauf aufmerksam gemacht wurden, wie der FV Jus das Demokratieprinzip auslegt und was er unter kollegialem Verhalten versteht.
    Die Studierenden mit Gewalt von der Versammlung fernzuhalten anstatt das Gespräch zu suchen, ist einfach nur grotesk.
    Ausserdem drei Polizeiwagen zu rufen und zu behaupten es gäbe randalierende Studenten, worauf die Polizei mit eignen Augen sieht, dass sich alle ruhig verhalten… Eine Verschwendung von Steuergelder! Da seid Ihr selber Schuld an die mediale Aufmerksamkeit…

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