Preis für gute Lehre

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Seit 2007 zeichnet die UZH die besten Dozierenden mit einem Lehrpreis aus. Die Studierenden können dabei die Wahl entscheidend mitbestimmen.

Eben erst verlieh die schwedische Krone die Nobelpreise. Auch an diversen internationalen Universitäten ist es üblich, herausragende Dozierende mit einem Lehrpreis auszuzeichnen. Oft sind jedoch die Studierenden an diesen Wahlen nicht beteiligt. An der Universität Zürich hat sich nun aber seit drei Jahren ein Lehrpreis etabliert, bei dem die Studierenden zur Jury werden. Der «Credit Suisse Award for Best Teaching» wird an sämtlichen Hochschulen der Schweiz vergeben. Er ist mit 10’000 Franken dotiert und wird von der Jubiläumsstiftung der namensgebenden Bank gestiftet. Welche Dozierenden ausgezeichnet werden, bestimmen die Studierenden massgeblich mit. In den nächsten Tagen erhalten alle Studierenden eine Email, welche die Teilnahme an der Preisvergabe ermöglicht. In einer ersten Phase können die Studierenden ihre Favoriten nominieren. Jedes Jahr wird für die Preisvergabe ein anderer Schwerpunkt bestimmt. So geht es in diesem Jahr um den Lerndialog zwischen den Lehrenden und Lernenden.
Basierend auf den Nominationen der Studierenden werden die Antworten statistisch ausgewertet und so die zehn Bestplatzierten bestimmt. Ein Gremium, welches aus dem Prorektor der Geistes- und Sozialwissenschaften, drei VertreterInnen der Studierenden, sowie einer Vertretung der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik besteht, bestimmt den Gewinner oder die Gewinnerin. Die Preisverleihung findet während des Dies academicus im April statt. Die Studierenden haben auf die Verleihung einen sehr grossen Einfluss und eine Beteiligung lohnt sich auf alle Fälle – nicht zuletzt auch deswegen, weil unter den Wählenden attraktive Preise ausgelost werden.

 

«Eine grosse Ehre»

Als erster durfte der Professor für Neuropsychologie Lutz Jäncke 2007 einen Lehrpreis entgegen nehmen. Jäncke zeichnete sich, laut Meinung der Studierenden, durch einen besonders innovativen Umgang mit Grossveranstaltungen aus.
Im Jahr 2008 wurde der Lehrpreis an den Kunsthistoriker Marc-Joachim Wasmer verliehen. Er wurde für sein grosses Engagement bei der Beratung und Betreuung von Studierenden geehrt.
Im letzten Jahr erhielt erstmals eine Professorin den Lehrpreis. Für die Strafrechtlerin Brigitte Tag war es aber bereits die zweite Ehrung. So erhielt sie 1996 vom deutschen Bundesland Baden-Württemberg eine Auszeichnung. Ihre Lehre zeichnet sich, so die Studierenden an der Universität Zürich, dadurch aus, dass sie in besonderem Masse anregende und herausfordernde Bezüge zur Forschung in die Lehre einfliessen lässt. Nachdem sie bereits in den Jahren zuvor jedes Mal unter den besten zehn Dozierenden aufgeführt war, freute sie sich «ausserordentlich über diese grosse Ehre».
Der Lehrpreis 2010 geht an die Dozentin oder den Dozenten, welcher oder welche sich durch besonders konstruktive Rückmeldungen oder einen ausserordentlich fruchtbaren und interaktiven Lerndialog ausgezeichnet hat. Wer das sein wird, liegt in der Hand der Studierenden. Yes we can!

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