Stages of Staging. (Bild: zVg)

The Stages of Staging

in Campus von

Tanzperformance.

Wer hierzulande schwitzende Menschen sehen will, muss nicht lange suchen. An jeder Ecke gibt es mindestens zwei Fitnessstudios, und der ASVZ ist gar in die Universität integriert. Studierende können für ihr Bodyforming das Angebot des ASVZ nutzen. Ist dieser Fitnesswahn nicht auch eine Form der Selbstinszenierung? Vielleicht spielt «The Stages of Staging», das neueste Werk von Alexandra Bachzetsis, gerade wegen dieser Frage vor den Kulissen eines Gymnastikstudios.
Mitte November mühen sich zehn junge Menschen mit Gymnastikbällen, Turnmatten und anderen Fitnessutensilien auf der Bühne ab. Was wie ein kollektives Workout wirkt, ist in Wahrheit eine penibel durchgeplante Performance von Alexandra Bachzetsis. Das Tanzstück ist anspruchsvoll, die Zuschauer werden unvorbereitet in die Performance hineingeworfen. Laut Bachzetsis dreht es sich in dem Stück «im weitesten Sinne um Selbstinszenierung und unterschiedliche Formen der Inszenierung.» Mit einer Kombination von Videoinstallationen und viel Körperlichkeit sollen die Performerinnen und Performer unterschiedlichster Herkunft ihren Sehnsüchten Ausdruck verleihen. Sowohl als individuelle Protagonisten als auch im Kollektiv. Untermalt wird dieses Treiben von einer Fülle kultureller Zitate aus Filmen Rainer Werner Fassbinders oder den Musikvideos von Spike Jonze und Michel Gondry.
Die Darbietung gipfelt schliesslich in einem brutalen Kondi-Stress auf der Bühne, der Künstler und Zuschauer gleichermassen an ihre Grenzen treibt.

 

Wann: 13. und 14. November ab 20 Uhr, 15. und 16. November ab 19 Uhr

Wo: Theater Gessnerallee

Eintritt: 16 Franken

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