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Ecopop — Die Schweizer Bevölkerung entscheidet am 30. November, ob sie die Zuwanderung in die Schweiz auf jährlich 0,2 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung begrenzen will. Was hat das mit den Studierenden an der Uni Zürich zu tun?
Die vor ein paar Monaten angenommene Masseneinwanderungsinitiative hat schockartig aufgezeigt, dass sich die Schweiz keinen Gefallen tut, wenn sie die über Jahre aufgebauten, guten Beziehungen zur EU aufs Spiel setzt. Die sofortige Folge für Hochschulen und Studierende war der Ausschluss der Schweiz aus den Programmen Erasmus und Horizon 2020. Die Wirkung auf den Schweizer Hochschulstandort konnte inzwischen, nach aufwändigen Verhandlungen und dem Einsatz von viel Geld, abgeschwächt werden. Ausser Frage steht hingegen: Bei einer Annahme der Ecopop-Initiative werden die Beziehungen zur EU noch einmal deutlich mehr leiden. In der Folge werden die Studierenden und Forschenden auch hier wieder die ersten Bauernopfer sein.
Es kann nicht deutlich genug gesagt werden: Wissenschaft funktioniert international. Ihre Grundprinzipien sind mit isolationistischem Gedankengut unvereinbar. Genauso wie eine Studentin keine Mauer um ihren Geist baut, um sich Wissen nur im Rahmen eines strengen Kontingents anzueignen, sollte die Schweiz auch keine Mauer um ihre Grenzen ziehen, um Menschen zu kontingentieren.

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