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VSUZH-Kolumne

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Studentische Mitsprache — In dieser Ausgabe der ZS wird die anstehende Reform der Universitätsleitung betrachtet. Sollte die Reform so umgesetzt werden, wären damit auch Konsequenzen für uns Studierende verbunden. Daher befasst sich der VSUZH intensiv mit der Frage, welche Auswirkung die Reform auf die Mitsprache der Studierenden in der Universitätsleitung hätte.
Zunächst stellt sich aber wieder mal die Frage: Braucht es die studentische Mitsprache überhaupt? Braucht die Uni die Kritik, die Anregung, die Forderungen der Studierenden? Je mehr man darüber nachdenkt, desto wichtiger erscheint indes die Gegenfrage: Wie würde sich eine Universität ohne diesen Gegenpol der studentischen Mitsprache entwickeln?
Der englische Philosoph und Ökonom John Stuart Mill schrieb 1861, dass die perfekte Kultur, die optimale Lösung nur dann erreicht werden kann, wenn möglichst alle Stimmen angehört werden – denn keine Meinung oder Vorstellung ist absolut korrekt. Letzteres gilt auch für unsere Universitätsleitung.
Wir haben beinahe 27’000 Stimmen, die 27’000 Meinungen ausdrücken. Wir fordern nicht die Welt, sondern eine Uni, die sich stets verbessert, die sich weiterentwickelt und die sich hinterfragt, genauso wie die Wissenschaft selbst. Eigentlich also selbstverständlich, dass von all diesen Stimmen ein paar ab und zu mal an der Uni mitreden und mitbestimmen sollten.

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