Daniela und Eva bei einer Studentenverbindung. (Bild: PD)

Von Bier, Gesängen und roten Hüten

von

[daz] und Eva Vijfhuizen

Wenn das Bier zur Blume wird und weibliche Burschen bezahlen. Einblicke in einen fidelen Abend mit der Studentenverbindung «Welfen».

Ich stehe auf einem Stuhl und blicke über rote Hütchen hinweg. Fröhliche Gesichter schauen mir erwartungsvoll entgegen. Sie warten darauf, dass ich mich vorstelle. Was soll ich sagen? Unbehaglich stehe ich da. Niemand weiss, dass wir nicht aus ernstem Interesse hier sind. Für die ZS verbringen Daniela und ich einen Abend mit den Welfen und tun so, als wären wir Interessenten. Die Spielregeln: Daniela trinkt, ich behalte einen klaren Kopf.

«Silencium!» ruft der Senior, darauf folgt der weibliche Fuxmajor mit «im Stall» und schliesslich die ganze Meute mit «herrscht!». Eva und ich werfen uns fragende Blicke zu. Das Wort wird einem Altherrn übergeben. Er soll den Interessenten einen Einblick in die Studentenverbindung geben. Ich schnappe nur Bruchstücke seiner Rede auf, lieber beobachte ich das Geschehen. Auf ein stilles Kommando legen die Zuhörer ihre Hüte ab. Schnell wird mir klar, dass hier ungeschriebene Regeln gelten. Fasziniert greife ich nach meinem Bier, das im frischen Zustand Blume genannt wird, mittlerweilen jedoch zum Zutrunk wurde, da ich es so zu sagen entjungfert habe. Kurz vor meiner Lippe halte ich inne – darf ich Bier trinken, wenn jemand eine Rede hält? Unsicher stelle ich es zurück, denn ich will nicht schon so früh am Abend negativ auffallen. Hier weiss man schliesslich nie, was man darf und was nicht.

Unsere Sitznachbarn stellen sich vor. Etwas irritiert hören wir uns ihre Namen an – alles erfundene, sogenannte Vulgos, mit denen sie sich innerhalb der Verbindung ansprechen. Und da kommt auch schon die Fuxmajorin, begrüsst uns und nimmt die Bestellung entgegen: Für Daniela gibts Bier, für mich Wasser. Nach einem erneuten «Silencium im Stall herrscht» erhebt sich der Senior aus seinem thronartigen Stuhl und wir «steigen zum Cantus». Die meisten können die Lieder auswendig, wir spicken im Liederbuch. Ich bin total verwirrt, weiss nicht wie ich mich verhalten soll. Ich komme mir vor wie eine Reformierte an einer Firmung. Wir singen französisch und ich verstehe kein Wort. Hilflos suche ich Danielas Blick, doch sie bemerkt mich nicht und singt frischfröhlich weiter.

Je mehr ich trinke, desto wohler fühle ich mich hier. Ich lache über die Rituale, singe lauthals mit und beginne meinen Spass zu haben. Ungeniert geh ich auf Gespräche ein. Ich erfahre, dass man zur Beichte muss, um Fux zu werden. Dort wird man zum Trinken animiert, muss Fragen zu seiner Person beantworten und bekommt aufgrund der Antworten einen passenden Vulgo. Nach zwei Jahren Fux-Dasein kann man eine schriftliche Prüfung ablegen, um den Burschentitel zu erhalten. In meinem Zustand versuche ich, den Unterschied aufs Wesentliche zu reduzieren: Der Fux trinkt gratis, muss aber bedienen – der Bursche bezahlt und wird dafür bedient. Im Gespräch gesteht mir der Senior, dass er sich am Anfang zwei Jahre lang geweigert habe, seine Mütze zu tragen. Auch eine andere Füxin versteht unsere Irritation über die seltsamen Verhaltensweisen. Das beruhigt mich. So komisch sind die Leute hier also gar nicht.

Nach dem Lied und dem obligaten «danke für den wohlerklungenen Cantus, Colloquium» des Seniors kommen alle Mitglieder bei uns vorbei und begrüssen uns. Die Angst nichts zu verstehen schwindet schnell. Als ich erwähne, dass ich Holländerin bin und kein Schweizerdeutsch verstehe, wechseln alle ins Deutsche. Wir werden unterbrochen durch einen erneuten Aufruf des Seniors still zu sein. Der Rundgesang! Ein grosser Stiefel gefüllt mit Bier wird herumgegeben. Jeder, der ihn erhält, muss solange trinken, bis die anderen sein Lieblingslied fertig gesungen haben. Wichtig ist, den Stiefel immer abzuklopfen, bevor man ihn weitergibt und erhält. Und auf keinen Fall darf er während dem Rundgesang abgestellt werden! Wenn man die Regeln nicht befolgt, verliert man die Bierehre, was auch immer das heissen soll.

Ich erwartete einen Haufen traditionsbewusster, konservativer Nerds, die keine Freunde haben, gerne Latein sprechen und sich aus ihrem tristen Alltag wegsaufen. Wer nennt Bier schon «Blume», wenn er die Realität nicht zwanghaft verschönern will? Und wer sagt «Cantus steigt», um ein Lied anzustimmen, wenn er nicht in der Vergangenheit lebt? Obschon ich im ersten Moment Eva gedanklich überschwänglich dankte, dass ich diejenige von uns zweien bin, die sich betrinken darf, muss ich mir nun eingestehen, dass der Abend meine Erwartungen übertroffen hat. Mit der verschwommenen Erinnerung an viel Bier, gute Lacher und ungezwungene Gespräche mit normalen Studierenden verlasse ich die Verbindung. Doch was bleibt, wenn man nichts trinkt? Die Antwort bekomme ich von Eva.

Im Gegensatz zu Daniela fühlte ich mich den ganzen Abend als Beobachterin. Ich stand an der Seitenlinie und schaute dem Spiel zu. Nüchtern wirkt das alles seltsam und ich konnte mich nicht darauf einlassen. Trotz den verschiedenen Ausgangssituationen sind wir uns einig: Obwohl die Leute ganz normal scheinen und sehr sympathisch sind, kommt für uns ein zweiter Besuch höchstens in Frage, um nochmals Hallo und definitiv Tschüss zu sagen. Denn um diese Traditionen spassig zu finden, müssten wir beide so viel trinken, wie wir es uns jeden Dienstag nicht erlauben könnten.

Tags:

13 Comments

  1. \“um diese Traditionen spassig zu finden, müssten wir beide so viel trinken, wie wir es uns jeden Dienstag nicht erlauben könnten.\“

    Wenn ihr das Gefühl habt, dass man diese Traditionen \“spassig\“ finden sollte, dann habt ihr den ganzen Abend ins Blaue recherchiert und den Sinn einer Verbindung wirklich nicht verstanden. Vielleicht hätte man dem Altherren doch ein bisschen besser zuhören sollen? Ihr glaubt ja anscheinend selber nicht, dass jemand so \“Nerd\“ sein kann und sich das im 21. Jahrhundert nur zum Spass antut. Vielleicht steckt ja doch noch mehr dahinter?

    Schade, dass selbst akademische Zeitschriften auf dem Niveau von Blick am Abend und 20min arbeiten um leere Seiten zu füllen. Schnell noch eine alte Leiche aus dem Keller holen, sich die Vorurteile bestätigen lassen und am Schluss als Experte die ganze weite Welt davor bewahren, selber dem Unheil zu verfallen.
    In diesem Falle scheint aber sogar das nicht mehr ganz aufzugehen. Man weiss am Schluss nicht ganz, ob die Vorurteile nun bestätigt oder wiederlegt wurden und überlässt das dem interessierten Leser.
    Vielleicht hätte man diesen Platz besser für ein Inserat verwendet?

    Zwar scheinen die Welfen wider erwarten am Schluss nicht alle betrunken gewesen zu sein, sie sind sogar \“ganz normal und sehr sympathisch\“ und doch nicht ganz \“konservative Nerds\“ wie man das erwartet hätte, aber ansonsten kann ich diesem Beitrag wirklich nicht viel abgewinnen.
    Wenn ich ehrlich bin, verwirrt mich dieser Artikel beim zweiten Durchlesen sogar als Verbindungsstudent. Von einem Aussenstehenden ganz zu schweigen. Oder man kombiniert diesen tendenziösen Beitrag zu einem neuen Potpourri, um sich seine Vorstellungen noch mehr zu zementieren.

    Der Ansatz der beiden Ansichtsweisen finde ich interessant, man müsste aber auch inhaltlich ein bisschen seriöser an das Thema herangehen. Anscheinend seid sogar ihr mit der Materie etwas überfordert gewesen.
    Vielleicht sollte man das nächste Mal Recherche und Erfahrungsbericht trennen:
    \“…, verliert man die Bierehre, was auch immer das heissen soll.\“

    Wenn ihr euch für das Thema nicht interessiert erklärt mir doch bitte, was ihr mit diesem Beitrag beabsichtigen wolltet.

    Es grüsst

    euer Matthias Amrhein v/o Silber

    p.s. Gerne biete ich euch die Gelegenheit, euren Horizont nochmals zu erweitern und einen weiteren Stamm zu besuchen. Auch Wassertrinker sind immer herzlich Willkommen! Und keine Angst, ich beabsichtige nicht aus euch Verbindungsstudenten zu machen. In unserem Kreise werden nur Männer aufgenommen.

  2. Liebe Autorinnen,

    Interessiert habe ich euren Artikel über die Welfen gelesen. Ich bin selber schon seit einigen Jahren Mitglied dieser Verbindung und würde euch gerne meine Meinung zu dem Artikel schreiben.

    Die Idee als Interessent an den Stamm zu kommen und diesen Eindruck in einem Artikel zu verarbeiten, gefällt mir sehr gut. Ich finde allerdings, es zeugt nicht unbedingt von Zivilcourage, dass ihr einen Artikel über die Welfen schreibt und kein einziges Mitglied vorher darüber informiert. Wenn ihr euch im Nachhinein (per email oder Gästebuch-Eintrag) \“geoutet\“ und diesen Artikel angekündigt hättet, wäre das ein wenig freundlicher gewesen. So fühlen sich nun einige Welfen vor den Kopf gestossen.

    Ich glaube nicht, dass man sich an einem Abend ein Bild von einem Verein machen kann. Sei es nun eine Verbindung, ein Fachverein, ein Sportclub: ein einzelner Abend ist nicht sehr aussagekräftig und zeigt die Stimmung im Verein, aber nicht, was diesen Verein wirklich ausmacht.

    \“Denn um diese Traditionen spassig zu finden, müssten wir beide so viel trinken, wie wir es uns jeden Dienstag nicht erlauben könnten.\“

    Als ich diesen letzten Satz gelesen habe, musste ich ziemlich lachen. Ich glaube mit Gewissheit behaupten zu können: Kein einziger Welfe trinkt jeden Dienstagabend Bier um die zum Verein gehörigen Traditionen erträglich zu machen.

    Was zum Beispiel mich als Welfe wöchentlich motiviert an den Stamm zu kommen, sind die studien- und generationenübergreifenden Freundschaften und die daraus folgende Vielfalt der Meinungen (und sicher nicht das Bier, welches ich trinke, um meine Anwesenheit am Stamm für mich selber erträglicher zu machen). Die Traditionen bzw. Bierspiele sind eigentlich nur Beigemüse zu den wöchentlichen Stämmen und anderen Anlässen (Ball, Wanderwoche, Fussballspiel, Vortrag über Hochschulpolitik, Bundeshausbesuch, etc.).

    Ich fasse diese Trinkspiele mit all ihren Regeln als eine Art (zugegebenermassen komplizierteres) Gesellschaftsspiel auf, mit welchem man sich einen gemütlichen und geselligen Abend mit guten Freunden versüssen kann, sofern man Lust dazu hat. Aber es ist eher Beigemüse als das zentrale Element unseres Vereins, der Welfen.

    Und: Schaut man sich ein Tennisspiel an ohne die Regeln zu kennen, so ist man anfangs auch sehr irritiert und es braucht Zeit und Recherche um die Regeln des Spiel zu kennen, zu verstehen und anwenden zu können. Ebenso wie ein einziges Tennisspiel nicht ausreicht um Tennis ansprechend und spannend zu finden, ist es wahrscheinlich schwer, das Konstrukt \“Verbindung\“ an einem Abend zu erfassen (alle bizarren Regelwerke und gewöhnungsbedürftige Trinkalbernheiten inklusive)

    Was das Bier anbelangt: der durchschnittliche Konsum bei den Welfen ist nicht höher als der eines STUZ-Besuchers an einer Donnerstags-Party, eher tiefer, wenn man diejenigen Welfen mitzählt, welche gar keine Alkohol trinken. Ich weiss wovon ich rede, da ich nicht nur Mitglied bei den Welfen bin, sondern auch jahrelang im Fachverein im Vorstand war und einige STUZ-Parties selber mitorganisiert habe.

    Zusammengefasst:

    Der Ansatz für den Artikel, als Interessenten \“verkleidet\“ eine Verbindung zu besuchen, ist wirklich gut. Meiner Meinung fehlt es aber an Aufarbeitung und zusätzlicher Recherche nach dem Besuch bei den Welfen zum Thema Komment und Verbindungen im allgemeinen, was ich sehr schade finde. Denn die Geschichte von Verbindungen und studentischen Trinkspielen ist eigentlich eine ziemlich spannende Sache (und das sage ich als fertig ausgebildete ETHlerin; nicht etwa Geschichtsstudentin).

    Ich würde mich freuen in Zukunft fundierter recherchierte Beiträge von euch lesen zu können und grüsse herzlich

    Barbara v/o vectra

  3. Lustig, wie sich hier die Verbindungsleute angegriffen fühlen. Ich bin ein aussenstehender, habe keine Ahnung von Verbindungen und habe den Artikel dennoch sehr gerne gelesen. Ich fand die Idee lustig und interessant, was sie dabei gedacht haben. Für mich hat der Artikel keinen Anspruch, fundiert über Verbindungen zu berichten, sondern beim \“Mitgemacht\“ ist es doch oft so, dass jemand an einen Ort geht, der ihm vollkommen fremd ist (ich kann mich beispielsweise an einen Artikel erinnern, bei dem ein Autor ins Pilates ging) und dann über die Erfahrungen berichtet. Das benötigt keine Recherche – der Artikel hat nicht den Anspruch fair zu sein, sondern er schildert einfach ehrlich die Eindrücke, welche die Autorinnen an diesem Abend als aussenstehende hatten.

  4. Liebe Autorinnen,

    Leider habe ich euch nicht kennengelernt. Ich möchte aber festhalten, dass ich es bei den Welfen immer, und das heisst auch ohne Alkohol, \“spassig\“ haben kann. Die Ansicht, man könne es nur mit Alkohol \“spassig\“ haben, finde ich ziemlich daneben.

    Ausserdem: Es geht nicht einfach nur um \“Spassigkeit\“ in einer Verbindung. Das habe ich schon als Kleinkind gemerkt, als ich den Studentenverein kennenlernte (damals trank ich, wie auch heute noch gerne, Rivella).

    Ich weiss aus der Erfahrung von drei Generationen meiner Familie, dass die in einer Verbindung geknüpften, fächer- und generationenüberschreitenden Freundschaften mit Leuten aus der ganzen Schweiz und auch dem Ausland, oft ein Leben lang halten und gepflegt werden. Weiteres dazu ist im Kommentar Nr. 3 zu lesen, den Barbara v/o Vectra geschrieben hat.

    Mit lieben Welfengrüssen:
    Ariosa

  5. Lieber Michael

    Da kann ich dir durchaus Recht geben.
    Ich habe nichts dagegen, wenn man gewisse Dinge auf eine lockerer Art und von einer weniger ernsten Seite betrachten kann.

    Eine Lektion Pilates im Studio XY ist aber einiges anonymer also die Teilnahme am Interessentenstamm der Studentenverbindung \“AV Welfen\“. Dann finde ich es ein wenig unangebracht, über diesen Anlass einen Artikel zu schreiben, der doch einige Begriffe enthält, die recht salopp daher kommen und nicht sehr durchdacht scheinen. Man kann auch dann noch über Erfahrungen berichten, ohne so unausgewogen zu schreiben.

    \“einen Haufen traditionsbewusster, konservativer Nerds, die keine Freunde haben,\“ und dass \“die Leute ganz normal scheinen und sehr sympathisch sind\“ finde ich nicht ganz ausgewogen, wenn man die positiven und negativen Seiten betrachten möchte, um dann doch noch anzufügen, es komme für sie \“ein zweiter Besuch höchstens in Frage, um nochmals Hallo und definitiv Tschüss zu sagen\“. Spätestens hier wird man sehr einseitig. Über den letzten Satz wollen wir gar nicht diskutieren.

    Einer von drei Pfeilern einer Studentenverbindung ist die Freundschaft untereinander. Sich als Interessent auszugeben und dann einen Artikel auf diese Art zu schreiben ohne dies anzukündigen, finde ich persönlich schade.

    Es freut mich aber, dass es auch Leute gibt, die sich ganz ungezwungen mit diesem Thema befassen können.

    Nun aber genug gepredigt für heute.

    Mit freundlichem Farbengruss

    Matthias v/o Silber

  6. Deswegen kann ich auch vollkommen nachvollziehen, dass sich Insider angegriffen fühlen.

    Der Artikel ist ja aber schon von seiner Konzeption her total subjektiv, das macht ihn meines Erachtens interessant. Er soll doch auch wertend sein. Wieso auch soll es ausgewogen sein? Wenn ich an euren Stamm gekommen wäre, hätte ich es vielleicht super toll gefunden. Sie haben es nun eben nicht toll gefunden. Dann sollen sie das auch schreiben.

  7. Lieber Michael,

    Ich schätze deine Erläuterung zu \“Mitgemacht\“ aber es gehört zu jedem Artikel, vor allem in einer akademischen Zeitschrift, dass dazu recherchiert wird. Oder meinst du Reiseführer oder Restaurantführer werden einfach geschrieben, ohne dass die Autoren sich vorher über den zu besuchenden Ort informieren? Für mich ist der Artikel schlichtweg schlecht geschrieben. Dazu kommt, dass die Autoren sich nicht informiert haben ob es überhaupt legal ist, den Zirkel als Platzhalter zu nehmen. Überhaupt haben sie sich offensichtlich nicht an die Regeln der Höflichkeit noch an das Gesetz gehalten. Mal abgesehen vom Inhalt ist es offensichtlich, dass die Autorinen die journalistische Erfahrung Primarschüler haben. Dies ist eine Zumutung für den Leser und eine Blamage für die ZS. Ich hoffe, der Standart wird sich in Zukunft verbessern und solche Artikel besser überdacht bevor sie publiziert werden.

  8. Bitte. Ich wollte den Artikel nicht erläutern. Wie das die Redaktion, die sich Deiner Auffassung nach \“blamiert\“ hat und den Lesern solche \“schlechte Texte\“ zumutet sieht, müsste man sie selbst fragen. Über die rechtliche Lage bin ich auch nicht informiert. Welche Erfahrung die Autorinnen haben kann ich auch nicht beurteilen. Deine Vorwürfe erachte ich persönlich allerdings als deplaciert.
    Mich interessiert als Leser nur, wie der Text auf mich wirkt. Ich fand ihn interessant und unterhaltsam. Das reicht mir, mehr Ansprüche habe ich für solch einen Artikel auch nicht. Ich finde es im Übrigen auch überhaupt nicht notwendig, dass die beiden Recherche hätten betreiben müssen. Es war lediglich eine absolut subjektive Schilderung des Erlebten von diesem einen Abend, nicht mehr nicht weniger. Für dich wars unzumutbar, für mich genügte es. Alles easy.

  9. Jemand, der die zwei Autorinnen zunächst als Autoren bezeichnet, Autorinnen dann mit nur einem \’n\‘ und Standard mit \’t\‘ schreibt, sollte sich wohl besser nicht über die angebliche journalistische Unfähigkeit der beiden auslassen.

  10. Es lebe der generische Maskulinum und sowas von argumentativ überzeugende Rechtschreibelektionen. Denn Rechtschreibung macht guten Journalismus und auch den wahren Wert eines Kommentars aus. Deswegen liefert mein tolles Word-Rechtschreibe-Programm jede Woche rechtschreibefehlerfreie Artikel an die NZZ: die sind da voll der Brüller.

  11. Die beiden waren vor dem Besuch überzeugt, dass ihnen das Verbindungsleben nicht zusagen würden. Der Wille, sich auf die Eigenheiten der Verbindung einzulassen, war nicht vorhanden. Sie kamen mit einer negativen Einstellung an den Anlass und fühlten sich wohl auch etwas als Wolf im Schafspelz. Dass man sich da in der Gesellschaft unwohl fühlt, liegt auf der Hand.
    Die Welfen sind sicher nicht jedermanns Sache. Hier schreiben zwei Autorinnen einen Bericht über eine Sache, gegenüber der sie von Anfang an eine negative Einstellung hatten. Nicht gerade faire Voraussetzungen für die Welfen, sich in einem guten Licht zu präsentieren. Es ist, als würde ich heute beim Verein der Fischerfreunde vorbeischauen, um morgen meine Vorahnung zu bestätigen, dass allein zu fischen ebenso langweilig ist, wie zu fünft.
    Nebenbei, der Bericht wäre nicht viel anders ausgefallen, wenn meine Schwester, die noch nie an einem Stamm war, niedergeschrieben hätte, wie sie sich so einen Abend vorstellt…

  12. Liebe Autorinnen

    Euren Artikel finde ich lustig, einfach zu lesen und unterhaltsam. Es wäre schön gewesen, wenn ihr uns zumindest im Nachhinein darüber informiert hättet. Kommt doch noch mal zu uns an den Stamm und wir können darüber mit oder ohne Bier miteinander diskutieren. Traut ihr euch?

    Liebe Grüsse

    Corina v/o Artemis

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Neuestes von Campus

Gehe nach Oben