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So schön könnten's die Politologen in Lund haben (Bild: Anton Holmquist Soasta CC)

Zu wenig Austausch

in Campus von

Bei den Politologen will niemand ins Ausland. Jetzt bettelt das Institut.

 

Anfang Semester erhielten die Studierenden der Politikwissenschaft eine E-Mail der Mobilitätsstelle: Im akademischen Jahr 2015/16 seien noch reichlich Plätze in den Austauschprogrammen frei. Man könne sich trotz abgelaufener Anmeldefrist noch registrieren.

 

Ungünstiger Termin

Wegen des Studienplans empfiehlt es sich für Bachelor-Politikstudierende, einen Austausch im zweiten Jahr zu machen. Die Anmeldung dazu muss allerdings im ersten Semester bis zum 30. Januar eingereicht werden. Das Datum wird von den Instituten der Uni Zürich individuell bestimmt. Bis dahin sind aber nicht alle Prüfungsresultate der Assessmentstufe bekannt. Die Studis wissen also noch gar nicht, ob sie überhaupt das zweite Semester erreichen werden.
«Die frühe Anmeldefrist erfolgt deshalb, weil die Partneruniversitäten die Fristen im Registrierungsprozess so früh ansetzen», erklärt Sibilla Flury, Mobilitätsverantwortliche im Institut für Politikwissenschaft (IPZ). Würden die Anmeldungen erst später eingereicht, könnte eine erfolgreiche Registrierung bei den jeweiligen Partneruniversitäten nicht garantiert werden.

 

Reise unnötigerweise bezahlt

Trotzdem hat das IPZ die Anmeldefrist nun um einen Monat verschoben, damit sich auch die Erstsemestrigen anmelden könnten. Das nützt allerdings wenig, da im Frühjahrssemester die zweite Hälfte des Assessmentjahres abgelegt werden muss. Es kann also sein, dass man sich für einen Austausch anmeldet, die Reise- und Unterkunftskosten bezahlt und am Ende gar nicht weiterstudieren darf. Gemäss Flury zeigt man sich bei den Politologen aber kulant. «Es kam schon vor, dass wir einzelne Studierende sehr kurzfristig noch in einem Programm unterbringen konnten.»

 

Hippes Schweden

Das IPZ ist eines der wenigen Institute, die bilaterale Abkommen mit englischen und amerikanischen Universitäten pflegen. Andere Institute beneiden die Politologen darum. Erstaunlicherweise sind das aber nicht die beliebtesten Destinationen. Im Trend liegen skandinavische Länder, darunter vor allem Schweden, sowie Frankreich und Spanien.
Da sich die Zahl der Austauschstudierenden seit zwei Jahren in einem konstanten Rahmen bewegt, wird man am IPZ vorläufig nichts an den Anmeldefristen ändern.

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