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Wieso es sich lohnt, Antrittsvorlesungen zu besuchen.

An den meisten europäischen Universitäten werden alle neu berufenen Profs sowie neu ernannten PDs dazu aufgefordert, zu Anfang ihrer Lehrtätigkeit eine sogenannte «Antrittsvorlesung» zu halten. Dabei handelt es sich um einen etwa 45-minütigen Vortrag mit dem Ziel, sich und die eigene Forschungstätigkeit kurz vorzustellen. Dass sich dabei alle Dozierenden möglichst vorteilhaft positionieren möchten, versteht sich von selbst. Entsprechend spannend klingen viele Titel auf der jetzt schon fürs ganze HS17 publizierten Agenda der Uni Zürich: «Staatliche Repression im digitalen Zeitalter» heisst es da oder «The mysteries of giant planets». Dass alle, die eine Antrittsvorlesung halten, ganz neu an der Uni seien, ist aber ein Fehlschluss, obwohl die Universität ihren Dozierenden empfiehlt, die Antrittsvorlesung möglichst bald nach Beginn ihrer Lehrtätigkeit hinter sich zu bringen.

Die Vorlesungen finden immer in der Aula im Hauptgebäude statt. Zeitlich sind sie jeweils bewusst auf Montagabend und Samstagmorgen gelegt, sodass alle Zeit finden können, sie zu besuchen. Denn die Vorträge richten sich an die gesamte Öffentlichkeit. Das hat den angenehmen Vorteil, dass man getrost davon ausgehen kann, dass sich auch hinter komplexen Titeln wie «Zur Programmatik einer postkomparativen globalen Philosophie» Vorträge verbergen, denen man auch als Laie folgen kann. So kann die Veranstaltungsreihe für Studierende einen interessanten Einblick in die Forschungsbereiche anderer Disziplinen bieten. Wenn der Termin doch nicht passt, gibt es übrigens von den meisten Vorlesungen, sofern der oder die Dozierende das genehmigt, einen Podcast, den man sich über die Uni-Website anschauen kann. ◊

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