Die unabhängige Zeitung für Uni und ETH

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ZS - Seite 3

1064 Artikel.

ZS #1/16

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Glauben, und lieben — Steht auf der Bibel, die ich zur Konfirmation bekommen habe. Reingeschaut habe ich selten. Mit dem pathetischen Titel bin ich nie warm geworden und das Komma im Titel hat mich als Spätpubertierenden genervt. Ausgetreten aus der Kirche bin ich dann auch irgendwann. Seither habe ich mir mein eigenes agnostisches Weltbild aus wissenschaftlichen Verschnitten gezimmert. Doch der Glaube…

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ZS #6/15

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Loslassen — Weil die Zukunft unsicher ist, wird gerne ein krass vereinfachtes Bild von ihr gezeichnet. Entweder ist sie eine vollkommene Welt, in der Tumore und Alzheimer geheilt werden können (ab Seite 20) – oder aber bedrohlich, gefährdet und aussichtslos. Wer letztere Vision vor Augen hat, seufzt, dass früher alles besser war: zum Beispiel im Akademiebetrieb. Damals, als noch Kalter Krieg…

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ZS #5/15

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Humankapital — Mal voyeuristisch, mal eine Bedrohung heraufbeschwörend: Über Migration wurde in den letzten Wochen viel geschrieben. Vielleicht zu viel. Immer wieder las man, dass sich Migration lohnen müsse. Flüchtlinge kosteten nur. Fachkräfte seien willkommen, aber nur temporär. Auch diejenigen, die erklären wollten, warum Migration kein Übel ist, fuhren mit wirtschaftlichen Argumenten auf. Denn Kritiker überzeugt man nicht mit grenzenloser Solidarität;…

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ZS #4/15

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Nationalfrauschaft — «Wo kommen wir denn hin, wenn es keine Frauen und Männer mehr gibt? Totaler Genderwahn!» So polterten wir beim Mittagessen in der Mensa und ernteten kritische Blicke vom Nebentisch. Das Thema der Ausgabe ist «Gender» – daher übte sich die Redaktion in den Argumenten derer, die sich die Sache etwas zu einfach machen. Es ist keine Kunst, legitime Forderungen…

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ZS #3/15

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Swimmingpool —Da hat es eine Frau im Bikini auf dem Cover der Zürcher Studierendenzeitung. Ist das nicht sexistisch? Meine ehrliche Antwort: Ich weiss es nicht. Auf dem Cover der September-Ausgabe des letzten Jahres wurde auf den Bildern zum Thema «Fitnesswahn» ein Männerkörper objektiviert. War das sexistisch? Bezeichnenderweise hatte ich mir diese Frage damals gar nicht gestellt. Aber klar: Sex sells. Das…

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ZS #2/15

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Beschränkt — Als Studierende haben wir oft das Gefühl, unserem eingeschränkten Blickfeld entkommen zu können. Wir interessieren uns für andere Kulturen, andere Epochen, andere Sprachen, andere Sichtweisen. Uns wird beigebracht, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Dog­matische Thesen finden wir doof. Und dann stellt man fest: Man ist doch genauso beschränkt, wie man immer befürchtet hatte. Zum Beispiel beim Planen dieser ZS-Ausgabe.…

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ZS #1/15

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Feindbilder — In den Achtzigerjahren war er das Feindbild Nummer 1 der Studierenden: Alfred Gilgen. Heute schimpfen die Studierenden an Kundgebungen Bildungsdirektorin Regine Aeppli eine «Banane». Das wirkt herzig – damals wünschten die Demonstrierenden Erziehungsdirektor Alfred Gilgen noch «an den Galgen». Aber die Welt war dazumal auch einfacher. Es herrschte Kalter Krieg. Es gab Gut und Böse. Kapitalismus und Kommunismus. Es gab…

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ZS #6/14

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Nutzen — Müssen wir Studierenden der Literatur, der Philosophie oder der Geschichte der Welt etwas bringen? Um diese Frage dreht sich diese Ausgabe. Liest man aktuelle Zeitungsberichte, so fällt auf, dass die Medien eine klare Vorstellung davon haben, was Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Welt (entgegen-)bringen sollen: politisches Interesse und Engagement. Der «Spiegel» publizierte kürzlich eine Studie des deutschen Bildungsministeriums. Eine Umfrage hatte…

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ZS #5/14

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Diskurs — Ich nerve mich über dieses Editorial. Denn ich bin der «Weltwoche» auf den Leim gegangen. Wer sich über deren Artikel aufregt, darüber spricht und sich im schlimmsten Fall öffentlich dazu äussert, trägt dazu bei, dass die «Weltwoche» ein Erfolgsmodell bleibt. Daher bin ich im Clinch mit mir selbst. So kam es dazu: Die «Weltwoche» warf dem Geschichtsprofessor Philipp Sarasin vor,…

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ZS #4/14

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Musse — Wir Studierenden hatten einen Sommer lang keine Uni. Jetzt sind die Semesterferien zu Ende, aber ich wette, dass fast niemand ausgeruht ist. Praktika, Sommerjobs, Weltreisen, das alles kostet Energie. Nichtstun ist eine Kunst, die wir ver­lernt haben. Wir fürchten die «leere Zeit», haben aber keine Angst davor, uns zu überarbeiten. Die Studierenden von heute sind leistungsfähig auf allen Ebenen: an…

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