Beef ums Tofu

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Studie untersucht Bio- und Fairtrade-Labels.

Ein einheimisches Produkt ist nicht per se klimafreundlicher als eines aus Übersee. Dies hat eine kürzlich veröffentlichte Studie der Forschungsgruppe «Consumer Behavior» des Departements für Gesundheitswissenschaft und Technologie an der ETH Zürich ergeben. Die Studie untersucht, wie die Umweltfreundlichkeit von Lebensmitteln von der Sicht der Kundschaft wahrgenommen wird und welchen Einfluss Faktoren wie Öko-Labels oder bestimmte Faustregeln auf die Einschätzung haben.

Einheimische Produkte werden als am umweltfreundlichsten wahrgenommen. Das resultiert aus einer kognitiven Verbindung von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Das heisst konkret, soziale Aspekte wie faire Löhne und gerechte Arbeitsbedingungen werden mit der lokalen Produktion von Lebensmitteln assoziiert. Mit zunehmender Distanz des Produktionslandes von der Schweiz nimmt die wahrgenommene soziale Nachhaltigkeit ab. Beachtenswert ist dabei, dass Konsumentinnen und Konsumenten anscheinend mangelhafte Vorstellungen von den Standards und der Bedeutung von Labels haben, denn sie trennen die Labels strikt. Ethische Aspekte und Fairtrade Beziehungen sind aber auch im Bio-Label enthalten, Fairtrade-Standards beziehen auch Umweltfragen ein. Ob beide oder nur ein Label die Verpackung zieren, macht also keinen so grossen Unterschied.

Um Fehleinschätzungen zu vermeiden, so die Forschungsgruppe, würden vollständigere Informationen auf der Packung einen Unterschied machen. Ob diese Fülle an Information dann gelesen wird, ist eine andere Frage.

Lazzarini et al. (2018): Our own country is best: Factors influencing consumers sustainability perceptions of plant-based foods.

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