Clusterfuck #4/18

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Fast 500 Jahre zu viel studiert — Seit 95 Jahren gibt es die ZS jetzt. Das ist eine lange Zeit. Eine Zeit, während der schätzungsweise fünf Personen pro Jahr fleissig Zeitungen produziert haben. Dafür haben sie realistischerweise auch hin und wieder eine Vorlesung geschwänzt oder ein Seminar ganz schleifen lassen. Folglich ist davon auszugehen, dass die Macherinnen und Macher der ZS länger studiert haben als der Uni lieb gewesen wäre.

Nehmen wir an, die ZS beschäftigte zu allen Zeiten ihrer Geschichte fünf Personen gleichzeitig, und diese hätten durchschnittlich je ein Jahr länger gebraucht für ihr Studium. Das macht dann 475 Jahre, die alle Mitglieder der ZS über die letzten 95 Jahre länger an der Uni verbracht haben.

In diesen 475 Jahren hätten sie gut bezahlter Arbeit nachgehen und ziemlich viel Geld verdienen können. Ich stelle mir vor, dass dem Kanton Zürich allein wegen der ZS mehrere Millionen Steuergelder entgangen sind. Steuergelder, mit der die Zürcher U-Bahn hätte finanziert werden können. Zum Beispiel. Oder aber ein Fussballstadion. Oder was immer das kantönligeistliche Herz sonst noch begehrt hätte. Vermutlich hätte es sogar für die Fertigstellung der Autobahnumfahrung gereicht. Tja.

Für jemanden haben die 475 Jahre aber auch rentiert: die Universität selber. Sie hat 950 Mal Semestergebühren eingesackt, die sie niemand anderem als der ZS zu verdanken hat. Sagen wir, die Gebühren haben über die letzten 95 Jahre durchschnitlich 500 Franken betragen. Das ergibt nach Adam Riese knapp eine halbe Million Schweizer Franken. Die ZS und ihre Langzeitstudis sagen gerngeschehen!

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