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    Klimademo: Über 15'000 Personen haben am 2. Februar protestiert (Bild: Jonathan Progin).
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    Der Demonstrationszug auf der Langstrasse (Bild: Jonathan Progin).
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    Gross und Klein gegen die aktuelle Klimapolitik (Bild: Jonathan Progin).
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    «Climate First»: Klare Parolen an der Klimademo (Bild: Jonathan Progin).
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    Passant beäugt interessiert die Demonstrierenden von einer Tankstelle aus (Bild: Jonathan Progin).

Die Jungen haben die Schnauze voll

in Campus von

Schülerinnen und Schüler gehen auf die Strasse, um gegen die Klimapolitik zu demonstrieren. Studierende halten sich bisher im Hintergrund.

«Wir sind Schüler*innen und wir kämpfen für unsere Zukunft», geben die jugendlichen Mitglieder der Schweizer Klimabewegung auf ihrer Website kund. Sie betonen allerdings, dass alle zur Partizipation eingeladen sind – Ziel ist schliesslich ein gesamtgesellschaftlicher Wandel. Wo bleiben also die streikfreudigen Studis?

Schlechtes Timing

Dass sich die Studierenden in Zürich bisher zurückhielten, dürfte mit dem Timing zusammenhängen. Der erste Klimastreik in der Schweiz fand am 14. Dezember statt. Nicola Siegrist, der selbst an der Uni Zürich studiert und an der Organisation der Demo vom 2. Februar beteiligt war, stellt fest: «Die Klimabewegung begann sich in Zürich während der Prüfungsphase zu formieren, was für die Teilnahme der Studierenden ungünstig war.» An den darauffolgenden Demonstrationen nahmen laut Siegrist zwar mehr Studierende teil, allerdings dürften sich die Semesterferien unvorteilhaft ausgewirkt haben. «Die Studierenden haben im Gegensatz zu Lohnabhängigen aber eher die Möglichkeit, am Freitagmorgen auf die Strasse zu gehen. Deswegen könnten sie in Zukunft eine grössere Rolle spielen.»

Die Jungen fordern verantwortungsvollen Konsum (Bild: Jonathan Progin).

Von engagierten Einzelpersonen zur Gruppe

Die Klimabewegung der Schweiz ist dezentral organisiert. Im Kanton Zürich wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die die Entscheidungen des Plenums umsetzen sollen. Das Plenum besteht in diesem Fall aus allen Interessierten, die an den zwei bis drei Sitzungen im Monat teilnehmen. An diesen Versammlungen wird diskutiert, beraten und entschieden. Im Fokus stehen Grundsatzentscheide wie etwa der Demonstrationskonsens, der die Gruppe vereint.

Als Einzelpersonen sind Studis durchaus an diesen Sitzungen vertreten. «Bisher haben wir an den Zürcher Hochschulen aber noch nichts Koordiniertes durchführen können», so Siegrist Anfang Februar. Es gäbe jedoch verschiedene Chatgruppen, ausserdem hätte das Plenum den Kontakt zu den Studierendenverbänden gesucht. «Von diesen selbst kommt allerdings wenig, da brauchte es bis anhin immer einen Input von aussen». Während sich die Maturandinnen und Maturanden auf Schulebene zusammenfinden können, gestaltet sich die Organisation unter den Studierenden schwieriger.

Dennoch sind die bereits Engagierten entschlossen, ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen zu mobilisieren. In der ersten Semesterwoche haben sie sich getroffen, um eine erste Aktion zu planen. Für die nächste Demo am 15. März erhofft sich Siegrist über 2’000 teilnehmende Studierende. Ob sich die Klimabewegung in den nächsten Monaten auch zu einer Studierendenbewegung entwickelt, wird sich noch zeigen.

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