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Fabriktheater

Ecce Homo im Fabriktheater

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Kulturspalte: Ecce Homo im Fabriktheater

Am 2. April feiert das Stück «Ecce Homo» Premiere in der Roten Fabrik. Darin thematisiert die Regisseurin Mirjam Neidhart den von seiner eigenen Schöpfung herausgeforderten Menschen. Einen, der sich in Konkurrenz sieht zur Maschine, die er erschaffen hat.
Zu Beginn des Stücks steht das engagierte Forscherpaar Paula und Klaus, das verstehen will, wie Körper und Intelligenz zusammenhängen. Sie entwerfen ein System, das menschliches Leben simuliert und erhoffen sich davon Erkenntnisse über die Natur des Menschen. Die beiden Forschenden gewinnen zwar Erkenntnisse und ihre Arbeit wird beflügelt von der rasant fortschreitenden Technologie, doch entzündet sich zwischen ihnen ein Glaubensstreit. Grund dafür ist ein Roboter namens Senmi, der eigens für das Stück konzipiert und gebaut wurde. Dieser ist nicht etwa ein programmierter Befehlsempfänger, sondern einer, der auf Kontrollversuche mit Widerstand reagiert.
Diese Kränkung zwingt dem Zuschauer die Frage auf, wie wir uns sehen möchten und was wir tatsächlich sind. Das vorherrschende Selbstbild vom Menschen als Krone der Schöpfung wird in «Ecce Homo» als eine narzisstische Überhöhung entlarvt. Das Stück hinterfragt, was für wahr gehalten wird. Weil mögliche Antworten aber nur skizziert werden, bleibt eine fruchtbare Lücke, die der Zuschauer selbst füllen kann.

«Ecce Homo»
Wo: Fabriktheater Rote Fabrik,
Seestrasse 395, 8038 Zürich
Premiere: 2. April 2014
Weitere Vorstellungen: 4. bis 6. und
9. bis 12. April, 20 Uhr
Eintritt mit Legi: 20.–

Verlosung: Gewinne 2 Tickets für den 4. April
Mail an: redaktion@medienverein.ch

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