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    Still aus «Girl» von Lukas Dhont.

Eine Tänzerin, geboren im Körper eines Mannes

in Campus von

«Girl» ist das Spielfilmdebüt des 27-jährigen Belgiers Lukas Dhont. Und die deutschsprachige Premiere in Zürich zeigte: Der Film ist ein Meisterwerk.

«Girl» lässt den Zuschauer in die Welt des Transgenderteenagers Lara eintauchen, der früher ein Junge namens Victor war. Laras grösster Traum ist es, Ballerina zu werden – dafür geht sie täglich an ihre körperlichen und seelischen Grenzen. Sie lebt mit ihrem Vater und einem kleinen Bruder zusammen, für den sie eine Mutterrolle übernommen hat. Wir erleben Lara als fürsorgliche Schwester, liebevolle Tochter und ehrgeizige Tänzerin, die ihren biologisch männlichen Körper jedoch als Gefängnis und grosse Last empfindet. Laras Ängste, Hoffnungen und Träume sind diejenigen eines Teenagers, der sich trotz des familiären Halts und der entgegengebrachten Toleranz, einsam und unverstanden fühlt. Dhont gelingt es, ein realistisches und sensibles Psychogramm eines jungen Menschen zu zeichnen, der sich kurz vor einer Geschlechtsumwandlung befindet und ungeduldig die Tage bis zur Operation zählt. 

Wie Lukas Dhont an der deutschsprachigen Premiere am 14. Zurich Film Festival sagte, hat «Girl» durchaus autobiografische Züge. Dhont wollte in seiner Jugend eigentlich Tänzer werden, tat dann aber das, was die Gesellschaft von ihm erwartet hat und entschied sich, Filme zu machen statt zu tanzen. Das Drama basiert ausserdem auf der wahren Geschichte einer jungen Frau, geboren im Körper eines Mannes, die Ballerina werden wollte. Dies war ausschlaggebend für die Entwicklung seines Films, so Dhont.

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