(Bild: Vivian Adams).

Flucht in die Küche

von

Backen ist nicht nur meditativ, sondern versüsst auch den Tag.

Seit Mitte März weht einem beim Spazieren öfter der süsse Geruch von frischem Gebäck entgegen. Die Isolation zu Hause beflügelt die Renaissance so mancher Hobbies, und Zürichs Daheimgebliebene scheinen, unisono mit dem Rest der Welt, das Backen (wieder-)entdeckt zu haben. Neben einer noch nie dagewesenen Flut von Home-Workouts werden unsere Instagram-Feeds zurzeit von selbstgemachten Bananenbroten, Granola und Cookies bevölkert. Nicht ganz unlogisch, immerhin könnte das selbstgemachte Brot den nächsten Gang zum Supermarkt hinauszögern. Noch dazu ist eine Backeskapade die perfekte Alltagsflucht. Grund genug, sich an lang gehegte Backvorhaben zu wagen. Zum Beispiel finnische Zimtschnecken namens Korvapuusti. So fliegt der Nachmittag nur so vorbei: Der Teig will gemischt und geknetet werden, er lässt sich Zeit beim Aufgehen und stellt die Geduld auch beim Formen der Rollen auf die Probe. Aber Optik hin oder her, Backen versüsst die Zeit zu Hause nicht nur wortwörtlich, sondern ist tatsächlich auch meditativ. Und über eine kleine mentale Auszeit von der digitalen Welt freuen sich die meisten im Moment gerade besonders.

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