Die unabhängige Zeitung für Uni und ETH

Gealterte Helden

in Campus von

Nach dem Tod seiner Mutter kehrt Ex-Junkie Mark Renton zurück in seine alte Heimatstadt Leith, wo er bereits von seiner ehemaligen Heroin-Clique erwartet wird. Diese hatte er in der Vergangenheit bei einem grossen Drogengeschäft hintergangen. Sein Freund Simon und dessen schöne Freundin Veronika haben eine neue Geschäftsidee. Angespornt und mit neuem Ehrgeiz versuchen die alten Freunde dem Sumpf der sozialen Perspektivlosigkeit und Drogenabhängigkeit zu entkommen. Hört sich alles ungewöhnlich positiv an, wäre da nicht der gute alte, aus dem Knast entflohene Franco, der nach Marks Leben trachtet.

Mit T2: Trainspotting liefert der Oscar-prämierte Regisseur Danny Boyle (Slumdog Millionaire, Steve Jobs) nach 20 Jahren das Sequel zum absoluten Kultfilm Trainspotting. Auch die Fortsetzung basiert grösstenteils auf einem Roman von Irvine Welsh; dieses Mal «Porno», der Fortsetzung seines Buches «Trainspotting». Wiederkehrende Flashbacks in Form von Szenen aus dem ersten Film agieren als gekonnte Verknüpfung zwischen beiden.

Wenn das nicht nostalgische Gefühle hochleben lassen sollte, dann sollte es immerhin die Besetzung, bestehend aus denselben Darstellern wie im ersten Teil. Die schauspielerische Leistung überzeugt auf ganzer Linie. Der schottische Akzent ist zum Niederknien, weshalb es absolut empfehlenswert ist, den Streifen in Originalvertonung anzuschauen. Die um 20 Jahre gealterten Hauptdarsteller wirken authentisch und charismatisch.

Mit einer rasanten, manchmal etwas wirren Kameraführung sowie stimmungsvollen Szenenbildern und dem starken Cast kann man sich als Filmfan absolut auf diese gelungene Leinwand-Reunion freuen. Den unglaublich coolen Soundtrack liefern uns Grössen wie Blondie, Iggy Pop und Queen, aber auch die Newcomer Band Wolf Alice mit «Silk». [ayf]

«T2: Trainspotting» von Danny Boyle mit Ewan McGregor, Ewen Bremner, Johnny Lee Miller und Robert Carlyle läuft seit dem 16.2. in den Kinos.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Neuestes von Campus

Spanische Eröffnung

Eigentlich beschäftigt sich Romy Günthart mit mittelalterlicher Literatur. Doch jetzt hat sie

Kinder auf der Flucht

Wie Zugvögel über Krieg und Grenzen einfach hinwegzufliegen, das mag man der
Gehe nach Oben