Oerlikon, hier der Standort Binzmühlestrasse, soll zu einem gemütlicheren Ort für Studis werden (Bild: Frank Brüderli).

Kaffee und Pingpong für Oerlikon

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Dem Uni-Standort Oerlikon fehlt jegliches Campusflair. Nun soll dies ein Gremium aus Studis, Instituts- und Fakultätsvertretungen ändern.

Der Campus Oerlikon ist schon seit 2003 Teil der Universität Zürich. Momentan verkehren etwa 5’500 Studierende und rund 1’000 Mitarbeitende zwischen den drei Standorten Affoltern-, Andreas- und Binzmühlestrasse. Diese sollen aber nur noch höchstens zwanzig Jahre lang im Betrieb der Universität bleiben, bevor die dort einquartierten Institute umziehen. Trotzdem wurde im August letzten Jahres ein Campusrat gegründet, der evaluieren möchte, welche Verbesserungen an dem Standort möglich sind.

Aufwertung des Standortes

Nadine Galsterer ist als Vertreterin der Studierenden in den Campusrat Oerlikon gewählt worden. Auf die Frage, weshalb der Campusrat erst vor Kurzem gegründet wurde, sagt sie: «Der Zeitpunkt spielt keine grosse Rolle, lieber spät als nie.» Wichtiger sei etwas anderes, so Nadine: «Die Universität will Verbesserungen am Standort Oerlikon anbringen und ist auch bereit, die Kosten dafür zu übernehmen.» Ende Februar haben deshalb alle Studierenden und Mitarbeitenden, die in Oerlikon angesiedelt sind, ein Mail des Rates mit einer Umfrage zu ihren Bedürfnissen und Wünschen für den Standort erhalten.

Doch die Uni Zürich alleine kann nicht über alles entscheiden: Damit Änderungen erlaubt sind, müssen auch die Vermietenden der Gebäude einverstanden sein. Denn die drei Standorte in Oerlikon sind nicht im Besitz der Uni. Dies soll aber keine grosse Hürde sein. «Es gibt viele Möglichkeiten, die Standorte in Oerlikon zu verbessern, obwohl die Uni diese nur mietet», so Nadine zuversichtlich.

Oerlikon soll ein gemütlicher Ort werden

Der Campusrat konstituiert sich aus jeweils einer Vertretung pro Standort. Dazu kommen die zweiköpfige Studi-Vertretung (Nadine Galsterer und Marc Laville), die Leitungen der Philosophischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, eine Vertretung der Uni-Direktion «Immobilien und Betrieb» und die Geschäftsführerin des Campusrates.

Ausserdem teilt sich der Rat in drei Arbeitsgruppen auf: «Studieren und Lehre», «Leben am Campus» und «Forschen und Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit». In jeder Gruppe kümmern sich drei bis vier Personen darum, Ideen zu sammeln. Doch haben die Vorschläge und Meinungen der Studis überhaupt Gewicht?

Nadine sitzt in der Arbeitsgruppe «Studieren und Lehre» und betont, dass sie sich als Studentin nicht weniger ernst genommen fühlt, sondern dass der Campusrat ihre Meinung «genauso schätzt wie die der anderen Ratsmitglieder». Für Nadine ist vor allem wichtig, dass Oerlikon nicht nur ein Ort ist, an dem Studierende Vorlesungen und Seminare besuchen müssen, sondern zu einem gemütlichen Ort wird, an dem sie auch mal länger bleiben wollen.

Konkrete Vorschläge

«Die Vorschläge für mögliche Änderungen in der Umfrage stammen von den Mitgliedern des Campusrats», sagt Yonca Krahn, Geschäftsleiterin des Campusrats. So können sich Studierende unter anderem für Pingpong-Tische und eine Caférikscha entscheiden. Erste Ergebnisse werden momentan ausgearbeitet und bald auf der Webseite des Campusrats publiziert. Wie jedes andere Gremium der Uni muss der Campusrat für die geplanten Veränderungen einen Antrag an die Universitätsleitung stellen, damit diese bewilligt werden. «Und wie jedes andere universitäre Gremium hat der Rat Mitglieder, die den Arbeitsprozess eher bremsen und andere, die stärker hinter der Sache stehen, kreative Ideen entwickeln und voller Tatendrang sind», sagt Nadine. Für den Campusrat Oerlikon tickt jedoch die Uhr. Falls Änderungen und Verbesserungen durchgesetzt werden sollen, müssen alle Beteiligten am selben Strang ziehen.

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