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Lobhudelei

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Von Herzen — Wenn ich die psychedelische Band mit dem kulinarischen Namen «Gus Gus» höre, werde ich ekstatisch. Nicht umsonst titelte die New York Times 1999 über die damalige Neuentdeckung: «With Spiritual Ambitions And That Beat, Beat, Beat». Es ist diese einmalige Verknüpfung von mehrdeutigen Texten und sphärischen Melodien, welche die isländischen Elektro-Koryphäen auszeichnet.

Angefangen haben sie als neunköpfiges Künstlerkollektiv, unter anderem mit der bekannten Emiliana Torrini. Später ging die Party mit Högni Egilsson weiter. Live-Auftritte sind seit der Gründung 1995 ihre Paradedisziplin. Dabei ist es egal, ob sie mit einer oder drei Stunden Verspätung beginnen – sie dürfen das. Denn sobald sie die Bühne betreten, ist da nur noch ihre Musik mit dem Takt, der im Körper widerhallt. Niemand tanzt so wie Frontmann Daníel Ágúst Haraldsson, der sich erst auf einem Verstärker inszeniert, nur um davon runterzuspringen. Passend singt er, «You make my feet come off the ground», während Birgir Þórarinnsson am Mischpult in seinen High-Heels mitwippt.

Von den Gründungsmitgliedern des Kollektivs sind zwar nur noch zwei übrig. Aber die haben’s drauf. Kürzlich haben sie eine Single vom kommenden Album «Lies Are More Flexible» ausgekoppelt. «Featherlight» heisst der Track und hört sich auch so an. Und ich freue mich wie ein Kleinkind auf den 23. Februar, an dem sie ihr neuestes Meisterwerk präsentieren werden.

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