Login der Modulbuchungsplattform: Diese Ansicht ist den meisten Studierenden vertraut.

Modulbuchungs-Revision nimmt Gestalt an

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Eine Modulbuchungspanne verärgerte Studierende im letzten Januar. Durch einen temporären Ausfall hatten einige Schwierigkeiten, ihre erforderlichen Module buchen zu können. Nun steht die nächste Modulbuchung bevor. Die Zentrale Informatik der Universität Zürich arbeitet derweil an zwei Projekten, um den Ablauf zu vereinfachen.

Studierende der Philosophischen Fakultät mussten im letzten Semester rund zweieinhalb Stunden warten, bis sie Module buchen konnten. Dies war zwar das erste Mal, dass die Modulbuchung komplett ausfiel – doch reibungslos ist das Ganze noch nie abgelaufen. Einige wenige Hundert können sich jeweils mit etwas Glück bereits um 10 Uhr einloggen und ihre Kurse buchen. Alle anderen rutschen in eine Warteschlaufe und müssen sich mit den übrig gebliebenen Modulen vorlieb nehmen. Die Zentrale Informatik will dies ändern – sie arbeitet zurzeit an zwei Projekten zur Optimierung der Modulbuchung.

«Im ersten Projekt soll die bestehende Modulbuchungsplattform mit einer virtuellen und modernen Warteschlange nachgerüstet werden», erklärt Michael Brunner, der bei der Zentralen Informatik die Abteilung Business Applications leitet. Damit soll der Zugang zur Modulbuchung fein gesteuert werden können. Zudem soll die Warteschlange den wartenden Studierenden transparent aufzeigen, welche Position sie darin einnehmen und mit welcher Wartezeit sie zu rechnen haben. «Es handelt sich dabei quasi um die virtuelle Form der Warteschlange am Postschalter», sagt Brunner. Gemäss aktueller Planung soll dies erstmals in der Modulbuchungsperiode des Herbstsemesters 2020 zum Einsatz kommen. 

Neue Modulbuchungsplattform in Arbeit

Auch das zweite laufende Projekt liegt noch in der Zukunft: Eine neue Modulbuchungsplattform ist zwar in Bearbeitung, wird aber wohl erst ab 2022 einsatzbereit sein. Dabei wird das aktuelle «first come, first served»-Prinzip bei der Vergabe platzbeschränkter Module durch andere Verfahren ersetzt. «Derzeit werden mit Fakultätsvertreterinnen und -vertretern und unter Einbezug von Studierenden unterschiedliche Vergabe-Verfahren für platzbeschränkte Module evaluiert», führt Brunner aus. Diese Evaluation laufe bis in den Herbst. Danach soll die neue Modulbuchungsplattform gemeinsam mit einem externen Partner realisiert, intensiv getestet und schliesslich eingesetzt werden.

Wartezeiten unvermeidlich

Unterdessen hat die Modulbuchung für einige Institute bereits begonnen. Bisher sei alles reibungslos verlaufen. Am 28. August steht erneut diejenige der Philosophischen Fakultät an. Zu einem zweiten Server-Zusammenbruch sollte es in diesem Jahr nicht kommen – die Konfiguration der entsprechenden Komponente sei angepasst worden. Mit Warteschlaufen müssen Studierende der Philosophischen Fakultät dennoch rechnen. «Infolge der platzbeschränkten Module kommt es unmittelbar nach Modulbuchungsstart zu einer grossen Nachfrage und damit verbundenen Wartezeiten», sagt Brunner. «Dies lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht verhindern.»

Was nun?

Es gibt aber einige Tricks, doch noch zu allen gewünschten Modulen zu gelangen: Studierende, die Module ohne Platzbeschränkung buchen wollen, sollen dies erst ab 11 Uhr machen. Somit gelangen Studierende, die auf einen Platz in einem Kurs angewiesen sind, einfacher in die Modulbuchung. «Bei Modulen ohne Platzbeschränkung gibt es keinen Grund oder Vorteil, diese unmittelbar nach Beginn des Modulbuchungsstarts zu buchen», betont Brunner. Falls das Login nicht klappen sollte, gibt es immer noch die Möglichkeit, an Folgetagen zu prüfen, ob ein Platz frei geworden ist. «Häufig buchen Studierende nämlich mehr oder andere Module, als sie tatsächlich besuchen werden, und stornieren anschliessend einen Teil wieder.»

Wenn der eigene Studienabschluss in Gefahr steht, empfiehlt Brunner, die zuständigen Programmverantwortlichen zu kontaktieren. «Sollte sich der Studienabschluss verzögern, weil kein Platz in einem platzbeschränkten Modul gebucht werden konnte, kann so eine Lösung gefunden werden.» Bis 2020 heisst es also weiterhin: Daumen drücken und hoffen, dass man alle Module buchen kann.

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