Nach der Musik die Uni

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Noam Szyfer ist diplomierter Musiker. Jetzt studiert er an der Uni.

Der 30-jährige Noam hat Jazzgitarre und Pädagogik studiert, ohne sich viele Gedanken über die Zukunft zu machen. «Für mich war zur Zeit der Studienwahl Musik zu machen einfach das Coolste», sagt er. Nach dem Studium begann er als Gitarrenlehrer für Kinder zu arbeiten. Dann hat er aber schnell gemerkt, dass die Möglichkeiten zu unterrichten beschränkt sind.

Darum hat er nach einer Ergänzung gesucht, und diese im Mathematikstudium gefunden. Das Jazzstudium bereut er aber nicht: «Es gab mir die Chance, mich fünf Jahre lang nur auf die Musik zu konzentrieren.» An der Kunsthochschule sei er von Leuten umgeben gewesen, die das Gleiche begeisterte. «Da kam manchmal schon etwas das Gefühl auf, eine Elite zu sein, auch wenn man versucht, sich dem zu widersetzen», gesteht er. Jazz zu spielen, sei nun mal eine hart zu erarbeitende Fähigkeit, auf die er auch stolz sei. «Aber stolz sind nicht nur die Jazzstudierenden», relativiert Szyfer. Er erlebe Ähnliches bei den Mathematikstudierenden.

Während des Unistudiums, das er 2017 begonnen hat, arbeitet er nebenbei weiter als Gitarrenlehrer. Er kennt einige ehemalige Jazzstudierende, die einen ähnlichen Weg eingeschlagen haben und die Musik in Teilzeit betreiben. Aber es sei nun mal bei vielen Studiengängen so, dass man an einem anderen Ort lande, als man angefangen habe. «Ein Geschichtsstudium macht dich auch nicht automatisch zum Historiker». Das gleiche gelte auch für das Jazzstudium.

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