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So lernt man zeichnen

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Die Graphische Sammlung der ETH Zürich ist Teil der ETH-Bibliothek und seit ihrer Gründung durch den Professor für Archäologie und Kunstgeschichte Gottfried Kinkel eine wichtige Institution mit internationalem Ruf.

Mit ihren über 160’000 Werken gehört sie zu den grössten Kunstsammlungen der Schweiz. Im Hauptgebäude der Technischen Hochschule sind jedes Jahr mehrere thematische Wechselausstellungen zu sehen. War die Ausstellung zu Beginn eine überschaubare Studiensammlung, die Lehrzwecken diente, gehören heute dank zahlreicher Schenkungen und Ankäufe Werke von Genies wie Albrecht Dürer, Rembrandt van Rijn, Pablo Picasso, Andy Warhol und vielen weiteren grossen Namen der Kunstgeschichte dazu. Nebst den Ausstellungen hat die Graphische Sammlung es sich zur Aufgabe gemacht, die Werke zu erforschen, zu erschliessen sowie neue Drucke zu erwerben und den Bestand fortlaufend zu digitalisieren. Die Digitalisate sind für Interessierte online zugänglich und reichen von Handzeichnungen über Drucke bis hin zu Künstlerhandbüchern.

Im Rahmen der 150-Jahre-Feier zeigt die Graphische Sammlung der ETH Zürich in ihrer vierten und letzten Ausstellung dieses Jahres die Ausstellung «Zeichenunterricht». Das Besondere daran: Die Ausstellung wird kuratiert von Dr. Michael Matile und von Studierenden des Kunsthistorischen Instituts. Mitgeholfen hat auch die Zürcher Künstlerin Zilla Leutenegger. Gezeigt werden neben Kupferstichen zeichnerische Zeugnisse  aus mehreren Themenbereichen, die die Entwicklung des Zeichenunterrichts vom 15. bis zum 19. Jahrhundert dokumentieren. Aber nicht nur alte Meister und Klassiker stehen im Zentrum: Auch junge Schweizer Kunst ist zu sehen.

Nebst der Wechselausstellung finden im Rahmen der 150-Jahr-Feier rund um das Ausstellungsthema diverse – teilweise interaktive – Veranstaltungen statt. So findet am  28. November ein ganztägiges internationales Symposium mit dem Titel «Perspektiven aus der Gegenwart» statt, an dem verschiedene Fachpersonen zu Wort kommen, die allesamt aus einem anderen Blickwinkel die Sammlung betrachten. Neben dem Symposium sind jeweils montagmittags Vorträge zu hören, die allen frei zugänglich sind. [aif]

Die Ausstellung findet noch bis am 21. Januar 2018 statt.

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