Illustration: Kevin Solioz

So überlebst du an der Uni

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Der beste Kaffee, der schönste Park, das leckerste Mensamenü: zehn Tipps für Erstsemestrige.

Überleben
Guten Kaffee für nur einen Franken kriegst du im Russo, Ecke Freiestrasse/Zürichbergstrasse. Aber nicht nur das: Hier gibt es auch biologische Brotaufstriche, feine Schoggi, Chips oder Bier. Und Tampons zu normalen Preisen. (Nie, nie, auch nicht im Notfall, solltest du Tampons im Uni-Kiosk kaufen, das macht dich arm und traurig.)

Mitreden
Melde dich! Melde dich in den Seminaren und Vorlesungen, in den Tutoraten und Übungen. Stelle Fragen, es gibt fast keine unnötigen. Dabei nicht vergessen: immer schön kritisch bleiben. Die tun alle nur so, als wüssten sie es besser …

Anreden
Scheint selbstverständlich, ist es aber offenbar nicht: Wenn du einer Professorin, einem Dozenten oder einer Assistentin eine Mail schreibst, dann benutze bitte, bitte immer eine Anrede. Mit einem höflichen «Sehr geehrte Frau Müller» oder «Guten Tag Herr Meier» kommst du im akademischen Haifischbecken weiter als mit einem allzu knappen «Wann ist die Prüfung?». Garantiert.

Abschalten
Eine kleine Oase im hektischen Uni-Alltag ist der Garten der katholischen Hochschulgemeinde aki. Was wie ein Werbeslogan klingt, ist für einmal wahr: Direkt unter der ETH-Mensa kannst du zwischen bunten Blumen und mächtigen alten Bäumen mit Sicht auf die Stadt lesen, picknicken, sünnelen oder, ja, auch beten, wenn du willst.

In der Mensa essen I
Geh nicht um 12.15 Uhr in die Mensa. Denn dann findest du kaum einen Sitzplatz, und es bilden sich schier unendliche Schlangen – vor allem vor dem Fleischmenü.
In der Mensa essen II
Wähle in der Mensa nicht das Fleischmenü. Dafür, wenn immer möglich, die Pommes Frites.

Nicht in der Mensa essen
Nach zwei Minuten im kleinen Lokal riechst du bis auf die Socken nach Fett. Und vom Inhaber wirst du nie mehr als ein knappes Grüezi-Danke-Adieu hören. Aber die Strapazen lohnen sich: Den besten Falafel in Uni-Nähe gibt es im Imbiss an der Sonneggstrasse 2.

Nicht essen
In einer Bibliothek darfst du vieles: lesen, lernen, lange, lange aus dem Fenstern schauen, Blicke austauschen, twittern, tindern oder schlafen. Was du nicht darfst: essen. Nein, auch keine Müesliriegel, Superfood-Mandeln und getrockneten Aprikosen. Gönn dir dafür eine Pause an der Sonne. Draussen vor der Bibliothek ist es sowieso meistens spannender als drinnen.

Bewerben
Der CV-Check der Career Services bringt wirklich was: In 20 Minuten wird dein Lebenslauf von einer Fachperson beurteilt und verbessert, kostenlos und ohne Voranmeldung, immer donnerstags 11 – 13 Uhr. Und schon bist du parat, um dich im nächsten schlechtbezahlten Studi-Job ausbeuten zu lassen!

Rausgehen
Und jetzt vergiss all die Tipps und Tricks rund um die Uni und geh raus in die Stadt! Das Leben findet in Aussersihl und Wiedikon, am Letten und in Altstetten, im Dörfli, am See und in Schwamendingen statt. Und meistens nicht zwischen Lichthof, Chemielabor und Computerräumen. ◊

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