So leer wird die Aula im Hauptgebäude der Universität Zürich noch eine Weile bleiben (Bild: Universität Zürich; Michel van Grondel).

So leer wird die Aula im Hauptgebäude der Universität Zürich noch eine Weile bleiben (Bild: Universität Zürich; Michel van Grondel).

Uni prüft Stornierung von Fehlversuchen

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Die Universität Zürich erwägt, nicht bestandene Prüfungen dieses Semester zu annullieren. Gleichzeitig hat eine entsprechende Online-Petition bereits über 4’500 Unterschriften gesammelt.

Die ETH hatte bereits letzte Woche angekündigt, im Frühjahrssemester 2020 nicht bestandene Semesterend- oder Sessionsprüfungen zu annullieren. Nun fordert eine Petition auf der Internetplattform Avaaz, dass die Uni nachzieht. Nicht alle Module könnten online zugänglich gemacht werden, heisst es auf der Website der Petition. Zudem erschwerten die geschlossenen Bibliotheken und die fehlenden Interaktionen zwischen Studierenden und Dozierenden den Studiumsalltag. Auch müsse man «damit rechnen, selbst Opfer des Virus zu werden oder sich unter Umständen um betroffene Angehörige zu kümmern». Das würde das Fortführen des Studiums ebenfalls erschweren.

«Um diese Umstände etwas abzufedern und den Studierenden entgegenzukommen, darf man für die Prüfungen im kommenden Sommer (FS20) keine Fehlversuche erteilen», schreibt Petitionsinitiantin Janina L. weiter. Sie fordert, dass sich die Uni der ETH anschliesst, was den Studis «einen grossen Druck nehmen würde».

Uni sucht Lösungen

Auf Anfrage der ZS lässt Kurt Bodenmüller, Medienbeauftragter der Uni, verlauten, dass das Anliegen geprüft werde. Das Ziel der Uni sei es, den Studierenden den Zugang zu den Lehrinhalten zu ermöglichen. Die Studis sollen dabei unterstützt werden, sich mit den Lehrinhalten auseinanderzusetzen und ihre Leistungsnachweise abzulegen. «Die Universitätsleitung ist gemeinsam mit den Fakultäten intensiv daran, optimale Lösungen für alle Studierenden zu finden», so Bodenmüller. Wann diese Entscheidungen getroffen und kommuniziert werden, ist zur Zeit des Schreibens noch nicht bekannt.

Zudem sei bereits bekannt, dass die Uni ein «Stornofenster» einrichten wird, damit sich Studierende allenfalls von gebuchten Modulen abmelden können. «Sobald weitere Massnahmen definiert sind, werden die Studierenden informieren», sagte Bodenmüller gegenüber der ZS weiter. Wieso die Uni mit dem Nachziehen der Massnahme noch zögert, bleibt allerdings unklar.

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