(Bild: Stephanie Caminada)

Weihnachtszauber im Museum

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Das Landesmuseum beheimatet die Lichtinstallation Illuminarium.

In die magische Welt Narnia gelangt man durch die Türen eines alten Wandschranks, ins Illuminarium durch die nicht minder ehrwürdigen Eingangsbögen des Landesmuseums. Tritt man in den Innenhof des über 120 Jahre alten Gebäudes, erstrahlt zwar kein Winterwunderland – der Schnee fehlt dazu noch –, aber dafür ein Lichtpalast in allen erdenklichen Farben. Der karge Betonanbau des Landesmuseums könnte für einmal auch diejenigen entzücken, denen er sonst ein Dorn im Auge ist. Projektoren beleuchten die grauen, fensterlosen Mauern. Die Lichtinstallation des Zürcher Künstlerkollektivs Projektil projiziert – mit Naturstrom – Sterne, kitschige Muster und ulkige Fabelwesen auf die Gebäudefassaden. In diesem anmutigen und prunkvollen Ambiente trifft man sich, um in bitterer Kälte die Hände an einem Glühwein zu wärmen, den Magen mit Crèpes zu füllen – oder zum Instagrammen. Nur für Grinches ist das nichts: Der geschmückte Tannenbaum inmitten des Geschehens ist schon angeknipst. Noch bis am 30. Dezember kann man allabendlich in diesem Idyll schwelgen. Wie in Narnia vergeht hier die Zeit wie im Traum, während rundherum die Welt stehenbleibt.

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