Die Farben des Gummibärlisaals im Hauptgebäude der Uni passen nicht so ganz zusammen. Fotos: Nadja Fitz

Die Farben des Gummibärlisaals im Hauptgebäude der Uni passen nicht so ganz zusammen. Fotos: Nadja Fitz

Wo studiert es sich am besten?

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Ein Überblick der besten und schlimmsten Räume an der Uni.

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«Die Aula des Universitätsgebäudes ist mit ihrem historistischen Prunk einer der eindrucksvollsten Räume der Uni», sagt Architekturstudent Marius Pfister. «Er ist besonders gut geeignet, um neue Studierende mit langen Predigten einzuschüchtern.» Für echte Vorlesungen eignet sich die Aula tatsächlich nicht: Tische gibt es nämlich keine. Dafür ist sie schön anzusehen, und dass Churchill hier einst seine Zürcher Rede hielt, verleiht ihr etwas historische Grandezza.

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Das Gegenteil zur Aula stellt dieser Vorlesungssaal auf dem Irchelgelände dar. Er wurde von Max  Ziegler entworfen. «Ziegler überzeugt mit Pragmatismus: Grosszügigkeit und Komfort in den Sitzreihen statt hochwertigem Material und natürlichem Licht», sagt Pfister. Zudem ist die Sicht auf die Dozentin dank nach hinten steigenden Sitzreihen gewährleistet. Einziger Nachteil: Einige Profs sehen die grosszügigen Gänge als Einladung, Fragen stellend durch die Reihen zu laufen.

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Hier kann es vorkommen, dass die eine Hälfte der Studis die Dozentin gar nicht sieht, weil sie sich gerade in der anderen Raumhälfte befindet und von Säulen oder Stellwänden verdeckt wird. «Die räumliche Qualität wird hier von der kreativen Bestuhlung in den Schatten gestellt», erklärt Pfister den Werkstatthörsaal. Die schwere Metalltür dient wohl als Warnung für Studierende.

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Woher der Gummibärlisaal seinen Namen hat, braucht sich niemand zu fragen. Auf den ersten Blick passen die Farben gar nicht zueinander, auf den zweiten Blick noch weniger. Pfister erklärt: «In den 1970er-Jahren wurden Gefängnisse pink gestrichen. Dies sollte eine beruhigende Wirkung auf die Insassen haben.» Nur schade, dass viele Gastreferenten und externe Gäste nur diesen Teil der Uni zu sehen bekommen.

In der Ausgabe #3/19 wird durchgehend das generische Femininum verwendet. Anlass ist der nationale Frauenstreik vom 14. Juni, der Thema dieser Ausgabe ist.

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