ZS #12/75

von

Ich bin gut. Rollenverhalten ist out.Tatsache bleibt, die Frauen lieben die Arschlöcher, das Pseudorätselhafte macht sie interessant. Etwas zum knacken, und was bleibt ist der Flop. In all seinen Variationen: du gehörst mir, ich gehör‘ dir, normalerweise macht man, normaler weise trifft man sich doch, wir bleiben zusammen und machen eine halbjährige Pause. Wenn ich nicht will, dass er mich abhholt, kommt er doch, wenn Frauen nein sagen, meinen sie sowieso ja. Kommunikation in ihrer ganzen Vielschichtigkeit. Du meinst nein, verpackst es aber in ein ja, das aber dennoch unmissverständlich nein meint. Du brauchst doch einen Ankick: dein Mann, dein Manager, der dein Leben coacht. Ich will dich und gleichzeitig eine offene Beziehung, es lebe die Freiheit. Sexuelle Revolution, ich komme. Chiropraktische Massagetechniken und Computerliebe. Der Mann über Bord wagt die Killerthese. Männer sind potentielle Vergewaltiger, Frauen sind potentielle Putzfrauen mit Mutterinstinkt. Ret- terinnensyndrom: ein kaputter Typ, und schon sieht sie sich als das Geschenk, auf das er schon immer gewartet hat. Frauen als Halbgötter. Arroganz als Lebensform. Die Gleichsetzung mit dem Haustier, tstststst, kschksch, ist nicht das, was ich unter Komplimenten verstehe. Komplimente haben Hintergedanken, darum gefällt man sich besser wortlos. Schweigen lässt Phantasien freien Lauf. Lebensaufgabe Design Körper. Fleischzelebrierung: je praller desto fescher. Er philosophiert, ich verstehe ihn nicht.Wo bleibt das Nirvana? Wie kann man bloss Plastikblumen als Liebessymbol missbrauchen? Geschenke können aufs Peinlichste zeigen, dass man sich eben doch nicht versteht. Kochen wird mit Sinnlichkeit gleichgesetzt, essen macht ja dick. Heute noch glänzen die Sterne in greifbarer Nähe, morgen können sie schon Galaxien weiter weg sein. Auch Schwanzträger können denselben einziehen. Zensur. Männer sind nett. Wir mögen sie wirklich. Sie geben sich ja auch wirklich Mühe. Wir brauchen ja auch einen Gegenpol und Flops sind im Nachhinein immer so lustig. Das einzige, was zählt, ist ja schiesslich das mitmachen.

Monica & Regula, Redaktionsleiter

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