ZS #3/12

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Jedes Buch, jeder Text, jede Geschichte hat irgendwann ein Ende. Mit dieser Ausgabe schliesse ich und somit auch Waltraud das Kapitel ZS. Bald stehen anstelle der deutschen französische Reclambücher in Waltrauds Regal, welche sie während den nächsten zwei Semestern an der Uni Bordeaux verlieren kann. Ob ich, Waltraud oder wir beide danach wieder eine Rolle in der ZS spielen werden, steht in keinem Buch geschrieben.

Vorerst lassen wir also neuen Figuren Platz, die Geschichte der ZS mitzuschreiben und für die ZS Geschichten zu schreiben. Obwohl die ZS keine Literatur betreibt, schafft sie doch auch einen Mehrwert für die spätere Gesellschaft (S. 28). So werden die Studierenden von morgen in dieser Ausgabe dereinst vom historischen Jahr 2012 lesen können, in dem die Uni Zürich wieder eine verfasste Studierendenschaft erhalten hat (S. 4).

Leider bekommt niemand, der bei der ZS Geschichte schreibt, Geld dafür. Nicht einmal ich als Waltraud wurde für die diversen öffentlichen Auftritte entschädigt. Wer also auf einen Gewinn aus ist, soll seine Zeit lieber in geniale Seminararbeiten investieren (S. 8). Nach dreieinhalb Jahren in der Redaktion kann ich jedoch mit gutem Gewissen sagen: Die Erfahrungen, Freundschaften und Momente aus dieser Zeit sind unbezahlbar. Zwar hat sich mein Kapitel «Studium» dank der ZS wohl ins Unendliche verlängert (absehbarer Bachelor nach elf Semestern), mein Lebensbuch aber ist um einige Anekdoten bereichert worden.

Daniela Zimmermann, Waltraud und Kulturredaktorin

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