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Europäisch — 1946 hielt Winston Churchill in der Aula der Uni Zürich seine visionäre Rede an die akademische Jugend. Er rief dazu auf, die «Vereinigten Staaten von Europa» zu gründen. Die europäischen Länder sollten fortan als Gemeinschaft zusammenarbeiten. An die Rede wird oft und gerne erinnert, doch der Sinn geht teilweise vergessen. Schliesslich nahm diese Ansprache auch die Gründung der Europäischen Union forweg, die heute mitunter so massgeblich für die Entwicklung der europäischen Hochschullandschaft ist.

Doch in kürzerer Zeit manövriert sich die Schweiz im akademischen Europa immer mehr ins Abseits. Eine Chronologie soll aufzeigen, wie es so weit kommen konnte (S. 18–19). Im Gespräch mit SP-Nationalrat Eric Nussbaumer haben wir über die Verstrickungen um Erasmus und Horizon in Bundesbern gesprochen (S. 20–21). Zudem beleuchten wir die Arbeit des grössten europäischen Studierendenverbandes, der ein Beispiel dafür ist, wie Studis über Grenzen hinweg zusammenarbeiten (S. 22–23).

Ob die Schweizer Hochschulen den Weg zu Churchills «europäischer Familie» wieder finden? Mit dieser Ausgabe versuchen wir die komplexen Zusammenhänge der Bildungspolitik in Europa auf den Punkt zu bringen und den aktuellen Stand der Debatte zu verstehen.

Für die Redaktion

Carlo Mariani und Stephanie Caminada

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