(Bild: zvg)

Talk to the Hand

von

Ausstellung

Wenn Menschen tagtäglich ihre Fäuste sprechen lassen, ein «Daumen hoch» geben, oder mit elegantem Gewische ihre Hightech-Geräte bedienen, dann lohnt es sich, die Kraft der Geste einmal genauer zu betrachten. Das tut die Gruppenausstellung «Talk to the Hand – sprechende Fäuste, patentierte Gesten» im Helmhaus Zürich. Die von Daniel Morgenthaler kuratierte Schau beleuchtet das Thema aus verschiedenen zeitgenössischen Blickwinkeln.
Ob bei den Protesten in der arabischen Welt oder beim «like»-Button auf Facebook, überall ist die Hand im Spiel mit den Emotionen. Die Ausstellung zeigt das breite Spektrum auf, in dem Gesten von der ultimativen Freiheitsbezeugung bis zur schleichenden Kanalisierung durch Technologiekonzerne mittels Patentierung reichen. Natürlich schwebt dabei die obligate Angst vor der Zukunft mit. Und diese ist vielleicht auch mehr Aufhänger der Ausstellung als wahre Bedrohung. Denn wer würde schon bezweifeln wollen, dass der Schritt von der Maus zum Touchscreen eine «manuelle» Befreiung war.
Dennoch lohnt es sich, die Fragen rund um die zeitgenössische Gestik anhand der 19 versammelten künstlerischen Antworten zu diskutieren. Ein Bild vom Gestischen in unserem Alltag kann man sich auf dem Instagram-Feed zur Ausstellung: «helmhaus_zuerich» machen. Vorausgesetzt, man ist bereits williger Konsument digitaler Bildschirmwischerei.

 

Wann: 03.05 bis 23.06.2013
Wo: Helmhaus

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Neuestes von Campus

Nur Menschen mit Matura dürfen an der Uni studieren. Den anderen bleibt der Zugang vorerst verwehrt. Illustration: Sumanie Gächter

Studieren ohne Matura

Rektor Michael Schaepman wünscht sich für die Uni Zürich einen erleichterten Zugang
Gehe nach Oben