Das Brockiland muss aus der alten Autogarage ausziehen (Bild: Vy Linh Nguyen)

Auf Wiedersehen, Brockiland

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Am 27. März öffnete das Brocki in Wiedikon sein Garagentor zum letzten Mal.

Zum Bedauern vieler Stöberfreudigen und Feilsch-Expert*innen muss das Brockiland in Wiedikon seine zahlreichen Sachen packen und umziehen. Grund dafür sind  die anstehende Sanierung und die darauffolgende Umnutzung der unterirdischen Halle. Nach dem letzten Verkaufstag wird nun alles, was noch kein neues Zuhause gefunden hat, durchsortiert und auf die anderen zwei Standorte der Firma in Dietikon-Fahrweid und Zufikon im Aargau verteilt. Auch für den Laden selbst sucht der Betrieb neue Räumlichkeiten in der Stadt Zürich, die mindestens tausend Quadratmeter und idealerweise eine Laderampe umfassen sollen. «Es tut mir weh, das Lokal in Wiedikon aufgeben zu müssen», erzählt Inhaberin Melanie Morf. Vor 41 Jahren eröffnete ihr Vater die Stöberstube, die sich seither an die Spitze der Brockenhäuser Zürichs gearbeitet hat. Sie habe nun alle Hände voll zu tun mit den Aufräumarbeiten, halte aber immer die Augen und Ohren offen für Hinweise auf freiwerdende Ladenflächen, die den Kriterien entsprechen. «D Hoffnig stirbt z’letscht, gäll», sagt sie mit einem tapferen Lächeln, und auch ich hoffe mit ganzem Herzen, dass dies kein Abschied für immer ist.

 

 

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