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(Bilder: Warner Bros. Entertainment)

Böses Erwachen aus Bleibtreus Thriller «Cortex»

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Moritz Bleibtreu spielt in «Cortex» nicht nur die Hauptrolle, sondern liefert auch gleich sein Debüt als Regisseur. Doch Bleibtreu nimmt sich zu viel vor: So scheitert der Film an seinem überambitionierten Plot.

Hagen (Moritz Bleibtreu) leidet an Schlafstörungen: Der Familienvater wird von unkontrollierten Schlafphasen mit verstörenden Träumen gequält. Seine Träume drehen sich dabei um einen jungen Mann namens Niko (Jannis Niewöhner) der offensichtlich ein Verhältnis zu Hagens Ehefrau Karoline (Nadja Uhl) hat. Während Hagens Ehe in die Brüche zu gehen droht, verschwimmen die Grenzen zwischen seiner Traumwelt und der Wirklichkeit zunehmend.

«Cortex» ist ein Verwirrspiel, das mit kühler Ästhetik einige Markenzeichen aus Christopher Nolans Werkzeugkiste verwendet: Eine nichtlineare Erzählweise, multiple Zeitebenen und eine unscharfe Trennung zwischen Traum und Wirklichkeit. Die kleinkriminellen Aktivitäten Nikos, Hagens Arbeitsalltag als Kaufhausdetektiv und der Seitensprung seiner Frau Karoline werden in einer surrealen Abfolge von Bildern miteinander verknüpft. Szenen werden dabei mehrfach in abgeänderten Versionen gezeigt oder gar rückwärts abgespielt.

Bleibtreu kreiert eine alptraumhafte Welt, in der es keine Gewissheiten gibt. Und schon gar kein glückliches Ende: Die Dreiecksgeschichte endet fatal. Während man am Ende von Nolans Filmen wie «Memento» mit einer durchaus schockierenden Wahrheit konfrontiert wird, lässt einem Bleibtreus Film etwas ratlos zurück. Man bemüht sich, die Puzzleteile zu einem sinnvollen ganzen zusammenzusetzen. Ob dies überhaupt gelingen kann, ist jedoch zweifelhaft.

Mit «Cortex» ist Moritz Bleibtreu ein Film gelungen, dessen Atmosphäre in der aktuellen deutschen Kinowelt seinesgleichen sucht. Doch etwas mehr Stringenz hätte dem Film durchaus gut getan. Es bleibt fraglich, ob Bleibtreu seinen Film überhaupt so aufgebaut hat, dass eine plausible Auflösung der Geschichte möglich ist. Man darf dennoch gespannt sein auf zukünftige Werke des frischgebackenen Regisseurs.

«Cortex» läuft am 22. Oktober in den Deutschschweizer Kinos an.

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