Bild: Stephanie Caminada

Coronatests aus dem Selecta-Automaten

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Die ETH hat ein Selbstbedienungssystem für PCR-Speicheltests entwickelt.

Der Verpflegungskonzern Selecta liess Ende 2020 in der Handelszeitung verlauten: «Wir erfinden die Firma neu.» Die darauffolgenden Entlassungen zeugten von wenig Kreativität. Das Neuerfinden übernahm stattdessen die ETH. Sie hat eines der scharlachroten Stahlblech-Gehäuse für ihre Zwecke umgebaut, neu gefüllt und im Hauptgebäude in der Passage zwischen Haupthalle und Südhof platziert. Ein zweites steht auf dem Hönggerberg. Im Schein des grell-weissen Neonlichts schimmern keine Snacks oder Getränke. Nur ein Produkt klemmt zwischen den Spiralen in den 60 Warenfächern: Plastikröhrchen. Seit Ende April können ETH-Angehörige einmal wöchentlich gratis PCR-Speicheltests vom Automaten beziehen. Die Selbstbedienung funktioniert fast wie die übliche Snackausgabe. Nur muss man sich vorgängig registrieren. Dann scannt man die ETH-Karte, bezieht einen Test, spuckt am Folgetag ins Röhrchen und übergibt dieses einem weiteren Apparat. Die Proben werden einer PCR-Analyse unterzogen. Das Ergebnis erhält man noch am selben Tag. Genussmomente sind das wohl nicht, aber der Werbespruch von Selecta «Make the day work» erhält so tatsächlich eine neue Bedeutung.

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