Arbeitsplätze für Studierende sind an der Uni ohnehin Mangelware. (Bild: Ursula Meisser, Uni Zürich)

Lehre bleibt vorwiegend digital

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Das Coronavirus ist immer noch da. Was bedeutet das für den Uni-Alltag?

In den Richtlinien, die die Universitätsleitung den Fakultäten mitgegeben hat, steht unter anderem Folgendes: Präsenzlehre ist grundsätzlich möglich, aber eine digitale Durchführung ist erwünscht. Alle Module und Leistungsnachweise sollten von zuhause aus durchführbar sein. Diejenigen, die lieber in ihren eigenen vier Wänden an den Veranstaltungen teilnehmen möchten oder müssen, dürfen nicht ausgeschlossen werden.

In der Verwirklichung dieser Vorgaben versucht beispielsweise die Philosophische Fakultät «so viel wie nötig zentral zu regeln und so viel wie möglich dezentral». Das sagt Daniel Müller Nielaba, Studiendekan der Fakultät, die mit etwa 10’500 Studierenden die grösste an der Uni ist. Unterrichtsform und -inhalt seien eng verbunden, aber von Fach zu Fach unterschiedlich. Das richtige Format zu finden, wurde darum den Modulverantwortlichen und den Dozierenden selbst überlassen.

Präsenz versus Sicherheit

Klar ist, dass an der Uni der Schutz aller gewährleistet sein muss, was für Online-Unterricht spricht. Allerdings bringt die Präsenzlehre durchaus Vorteile mit sich. Dazu gehört, dass Studierende sozial interagieren und aktiver am Unterricht teilnehmen können. Die Dozierenden wiederum sind dann im Stande, engere Verbindungen zu den Studierenden aufzubauen und besser auf Fragen einzugehen.

Doch aufgrund der grossen Zahl der Studierenden (gemäss Uni etwa 28’100 in diesem Herbstsemester) und den begrenzten Platzverhältnissen ist das Einhalten der Abstandsregeln schwer möglich. Aus diesem Grund können nur Kurse mit geringer Teilnehmer*innenzahl im Präsenzunterricht durchgeführt werden.

Mehr Arbeitsplätze sind von Nöten

Auch an Arbeitsplätzen für Studierende mangelt es. Dessen ist sich Müller Nielaba bewusst: Für das Frühlingssemester 2021 kann er noch nichts versprechen, ergänzt aber, dass Anstrengungen unternommen werden müssen, um mehr Arbeitsplätze am Zentrum oder in Oerlikon zu schaffen. Die seit September geltende Maskenpflicht ist also nur ein erster Versuch, das Studieren an der Uni zu ermöglichen.

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