Ab 2027 soll das Forum UZH für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen. (Bild: Herzog & de Meuron)

So viel Platz bleibt den Vereinen

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Mit dem Forum UZH rüstet sich die Uni für die Zukunft. Werden Studi-Bedürfnisse einbezogen?

Die Planung für das Forum UZH ist schon seit Jahren im Gange. Zwar ist das Projekt wegen Corona in Verzug gekommen, doch die Grundrisse stehen bereits. 2019 wurde das Architekt*innen-Team ausgesucht, welches das neue Uni-Gebäude im Zentrum entwerfen soll. 500 Millionen Franken stehen Herzog & de Meuron für die Umsetzung zur Verfügung. Wie Francois Chapuis, Direktor der Immobilien der Universität, gegenüber der NZZ sagte, habe man sich während der Pandemie «Gedanken gemacht, wie die Lehre sich verändern werde». Sprich: Die Uni rechnet damit, dass die Präsenz der Studierenden in Zukunft keine so grosse Rolle mehr spielen wird wie bis anhin. Deshalb wurde neben zahlreichen anderen Hörsälen das geplante Audimax gestrichen.

Drei Fakultäten ziehen um

Trotz der Planänderungen und der Verzögerungen steht inzwischen fest, welche Fakultäten ins neue Lehrgebäude ziehen werden. Neben den Wirtschaftswissenschaften sind das die Rechtswissenschaftliche Fakultät und der Fachbereich Neue Sprachen. Ein Grossteil des Forums ist also für die Lehre reserviert. Doch neben den Hörsälen sollen auch eine Bibliothek und Arbeitsplätze für Studierende Platz finden. Trotz der anfänglichen Befürchtungen, dass in Zukunft zu wenig Platz für die Studierenden und deren Vertretungen übrig bleiben würde, steht nun fest, dass zumindest der VSUZH auf absehbare Zeit seine bisherige Bürofläche behält. Zwar erhält der Verband keine Räumlichkeiten im Forum selbst, er darf aber an der Rämistrasse bleiben.

Mit dieser Lösung ist der VSUZH zufrieden: «Für uns ist wichtig, dass die Studierenden den bisherigen Platz beibehalten können und mit dem wachsenden Platzbedarf auch die Flächen für studentisches Engagement zunehmen. Diese Flächen müssen nicht zwingend im Forum sein, sollen sich aber nahe bei den Lehr- und Lernräumlichkeiten befinden», sagt Pio Steiner, Co-Präsident des VSUZH. Der VSUZH, so Steiner, sei während der Planungsarbeiten in stetem Austausch mit der Projektleitung. «Wir sind mit der Zusammenarbeit mit der Uni in Sachen Forum sehr zufrieden und hoffen, dass wir gemeinsam die beste Lösung für die Studierenden finden.»

VSUZH fordert Räume für Studis

Der VSUZH fordert, dass all jene studentischen Organisationen, die schon jetzt Räumlichkeiten an der Uni haben, auch weiterhin Platz an der Uni zur Verfügung gestellt bekommen, und ist optimistisch, dass diese Forderung auch Gehör finden wird: «Schliesslich steht der Uni nach dem Bau des Forums nicht weniger, sondern mehr Platz zur Verfügung. Dieser Platz soll auch den studentischen Organisationen zugutekommen.» Die Uni habe sich bereits positiv zu den Forderungen des VSUZH geäussert, sagt Steiner.

Wie viel Platz genau welche Organisationen erhalten werden, ist jedoch noch offen. So steht etwa noch nicht fest, ob die Fachvereine der betroffenen Fakultäten Platz im Forum erhalten. «Die Unterbringung der Fachvereine ist Sache der Fakultäten», erklärt der Projektleiter des Forum UZH, Johannes Müller-Lotze. Die Projektleitung empfiehlt den Fakultäten und Fachvereinen, gemeinsam Lösungen zu suchen und zu klären, ob beispielsweise eine Unterbringung auf den Forschungsgeschossen im Forum möglich ist. Noch bleibt Zeit, bis die drei betroffenen Fakultäten ins neue Gebäude umziehen können: Der Baubeginn ist für 2023 angesetzt. Der Umzugstermin wird laut Planung frühestens Ende 2027 sein – vorausgesetzt, Corona kommt nicht wieder dazwischen.

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