Illustration: Kai Vogt

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Textscherben

von

Zu viele Wörter
Buchstaben, Sätze
Die nicht beschreiben
Was ich fühle

Die vorbeiziehen
Schwindend schnell
An meinen Fenstern
Und offenen Türen

Werb’ trotzdem um sie
Versuch mich im Schreiben
Kann aber nur kritzeln
Fragmentiert mich teilen

Fühl mich sprachlos
Suche blind Wörter
Torkle ohne Sprachrohr
Getrieben haltlos

Über Sätze, Blätter
Und das Wetter
Es wird nicht besser
Winter kommt – kälter

Gib mir Wärme, Mut
Zieh Wörter durch die Nase
Und plage mich mit Phrasen
Die kühl bleiben

Nur Bilder, die wahr werden
– im Affekt verfasst
Nur Geschichten, von denen ich lerne
– dem Affekt erlegen

Bloss ein Traum, klar werden
Bücher füllen, erden
Und ich bleibe verloren
In diesen Textscherben

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