Giant Rooks aus Deutschland wissen, wie man Stimmung macht. Bild: Joseph Kadow

Giant Rooks aus Deutschland wissen, wie man Stimmung macht. Bild: Joseph Kadow

Was für ein Konzert!

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Über zwei Jahre musste Zürich sich gedulden bis, die Art-Pop-Rockband Giant Rooks Ende April endlich im X-TRA spielten. Das warten hat sich gelohnt.

«Take my hand» sangen über tausend Fans der Art-Pop-Rockband Giant Rooks im X-TRA gemeinsam mit Lead-Sänger Frederik Rabe, als seine friedliche Stimme und die simple Begleitung auf dem Klavier für melancholisch-nostalgische Stimmung sorgten. Dreimal verschieben musste die Band die Tour zu ihrem 2020 erschienen Debütalbum «Rookery», zweieinhalb Jahre später als geplant fand die Tour schliesslich statt. Im April spielten sie endlich in Zürich. Und was für ein Konzert es war! Nicht nur war es wohl für viele Zuschauende die erste Liveshow seit der Coronakrise, auch hat es die vergangenen Performances der Band nochmal gewaltig übertroffen. Für gute Anfangsstimmung sorgte die Indie-Pop Vorband «Sea Girls» aus London, welche die Highlights ihres neuen Albums «Homesick» spielte. Danach traten die hochmotivierten Jungs Frederik Rabe (Gesang), Finn Schwieters (Gitarre), Finn Thomas (Schlagzeug), Jonathan Wischniowski (Piano) und Luca Göttner (E-Bass) auf die Bühne und sorgten mit ihrer überragenden musikalischen Leistung, ihrem Auftritt, ihren Tanzeinlagen und ihrem breiten Lächeln für eine ekstatische Stimmung.

Kleinstadt-Sympathie trotzt Welterfolg

Doch die Highlights des Konzerts wurden erst durch die akrobatischen Sporteinlagen des Sängers Frederik eingeläutet. Ganze drei Mal sprang er von der Bühne auf einen Schrank, welcher inmitten der Fan-Menge stand. Der Überraschungsfaktor war also definitiv vorhanden – nicht zuletzt auch, weil die Band zwei brandneue Lieder und ein nicht veröffentlichtes Konzertlied spielte. Natürlich waren auch die Hits wie «New Estate» oder «Wild Stare» auf der Setlist, wobei der Grossteil der Show aus neueren Liedern ihres Debütalbums und ihrer Version von «Tom’s Diner» bestand. Dabei schaffte es die deutsche Band aus Hamm, jedem Lied einen neuen Touch zu verleihen. Der Textaussetzer von Frederik Rabe war so schon fast wieder vergessen. So gross ihr Erfolg in den letzten Jahren auch war, so voll die Konzertsäle auf dieser Tour auch sein mögen, und so viel internationale Bekanntheit sie in den letzten Jahren auch erlangt haben, die Jungs verloren ihre Kleinstadt-Sympathie auch auf der grossen Bühne des X-TRA nicht.

 

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