Weiterhin kostenlos testen: Uni lanciert «UZH-Covidpass»

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Die Universität Zürich hat entschieden: Bis Ende Februar 2022 sollen sich alle Studierende und Mitarbeitende der Uni weiterhin gratis testen lassen können. Dafür wird am 10. Oktober der «UZH-Covidpass» eingeführt.

«Die Uni Zürich will grundsätzlich niemanden vom Studium und Bildungsangebot ausschliessen. Deswegen bieten wir nun kostenlose Covid-Tests bis Ende der Prüfungsphase in diesem Semester an», erklärt Beat Müller, Leiter Media Relations der Universität, auf Anfrage der ZS. Wer negativ getestet wird, erhält fünf bis acht Stunden später digital einen sogenannten «UZH-Covidpass» ausgestellt. Doch was bedeutet das genau?

Nur für Lehrveranstaltungen und Bibliotheken

Der neue «UZH-Covidpass» ist bei negativem Ergebnis 72 Stunden gültig. Für diese Zeit berechtigt er alle Ungeimpften die Räumlichkeiten der Uni Zürich und, nach Absprache mit der ETH, auch die Räumlichkeiten des Polytechnikums betreten zu können – jedoch «ausschliesslich mit einem gültigen Ausweis oder Legi und nur für «Lehrveranstaltungen und Bibliotheken» der Hochschulen, wie die Uni online kommuniziert. Weiter heisst es: «Der Covidpass gilt nicht in den Mensen und Cafeterias, im ASVZ und auch nicht für Veranstaltungen ausserhalb der Lehre.» Etwas verwirrlich hingegen beschwichtigt Müller, dass Anpassungen immer möglich seien. So würde die Uni auch mit den Mensa-Betrieben und anderen Partnern das Gespräch suchen und klären, «ob der UZH-Covidpass nicht auch dort akzeptiert werden kann».

Das Vorgehen der Hochschule stützt sich gemäss Müller auf dem kantonalen Testregime «Together We Test». Dabei würden PCR-Pool-Tests zur Anwendung kommen. Heisst: Es werden die Speichelproben von mehreren Personen zu einer Probe zusammengemischt, die anschliessend untersucht wird. Damit sollen Laborkapazitäten gespart werden. Die Testabgabe und das Pooling erfolgen über den externen Anbieter Morgental-Apotheke und ausgewertet werden die Pool-Proben anschliessend vom Institut für Neuropathologie.

Unterschiedlicher Umgang an Schweizer Unis

Aus rechtlicher Sicht wäre die Universität Zürich eigentlich nicht dazu verpflichtet, das kostenlose Test-Angebot weiterzuführen. «Es muss allen Betroffenen, die nicht geimpft sind, möglich sein, ihr Studium regulär zu absolvieren», sagte Markus Schefer, Professor für Staatsrecht an der Uni Basel, kürzlich gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen. Aus grundrechtlicher Sicht könne man aber nicht verlangen, dass alle zu sämtlichen Lehrveranstaltungen ausnahmslos Zugang haben sollen. Die Uni Zürich stellt dies jedenfalls bis Ende Semester sicher und unterscheidet sich damit beispielsweise von der Universität Luzern, wo die Kosten für die Tests ab November von den Ungeimpften selbst getragen werden müssen. Wie es nach Februar 2022 an der Uni Zürich aussieht, wird sich noch zeigen. «Wir schauen laufend, was es weiter braucht», so Beat Müller.

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