ZS #2/18

von

Familie Erhobenen Hauptes stolzierten wir nach der Matur aus dem Gymi. Wir fühlten uns erwachsen und bereit für alles, was da kommen sollte. Und es kam viel.
Denn die Mittelschule ist bloss die kleine Schwester der Uni. Und wie es sich für Geschwister gehört, zanken sich Uni und Gymi des Öfteren. Zum Beispiel behauptet die Uni, das Gymi bereite die Maturanden und Maturandinnen zu wenig gut auf die Hochschule vor (S. 20). Die Mittelschulen geben zurück: Sie setzen auf die unterschiedlichsten Methoden, um aus Kindern vernünftige Menschen zu formen (S. 16). Und weil Geschwister ohne einander nicht leben können, bemüht sich die grosse Schwester um die Mittelschule und buhlt um die künftigen Studis (S. 19).
Was diese Ausgabe zeigt: In einer Familie haben alle ihren eigenen Kopf. Trotzdem bauen sie auf die Solidarität der anderen. Die Uni aber hat die ZSUZ ins Leere laufen lassen, indem sie ihre Verwandtschaft zur Betreiberin der Studiläden einfach abgestritten hat (S.4). In der ZSUZ-Tragödie gibt es keine erhobenen Häupter, sondern nur ein gebrochenes Genick.

Für die Redaktion

Reto Heimann und Oliver Camenzind

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