ZS #2/21

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Das beste Selbst — Seit jeher streben wir danach. Ständige Verbesserung und Kontrolle der Persönlichkeit soll uns in den idealen Zustand versetzen. Wir üben uns in Yoga, lesen Ratgeber, planen nach To-do-Listen, führen Tagebuch – oft mit dem Ziel, ausgeglichener, produktiver und zufriedener zu sein. Die Situation in der Pandemie bietet zudem vielen vermehrt die Gelegenheit, sich mit den Alltagsstrukturen auseinanderzusetzen und Gewohnheiten umzukrempeln. Aber ist das nur gut? Diese Ausgabe widmet sich der Ergründung dieser Frage.

Schon in der Antike strebten Philosophen nach Vollkommenheit. Wir fragen uns, zu welchem Zweck und wie sich diese Idee über die Jahrhunderte verändert hat (S. 16–17). Mit einer Life-Coachin haben wir darüber gesprochen, ob Selbstoptimierung wirklich zu mehr Lebensqualität und Zufriedenheit verhilft (S. 18), und lassen dazu auch Studierende zu Wort kommen (S. 19). Zu guter Letzt haben wir ein Experiment gewagt und eine Woche radikal perfektioniert (S. 20–21).

Nach intensiver Auseinandersetzung stellen wir fest: Was das Optimum überhaupt ist, ist schwierig zu sagen. So kann Selbstoptimierung, so facettenreich sie ist, nicht abschliessend behandelt werden. Wir hoffen, zumindest zum Nachdenken angeregt zu haben.

 

Für die Redaktion

Nuria Tinnermann und Stephanie Caminada

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