ZS #5/20

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Dunkle Geschichte — Alfred Escher war  massgeblich an der Gründung der 1855 eröffneten ETH beteiligt. Sein Vermögen geht zurück auf eine von Sklaven getragene Kaffeeplantage. Escher ist beileibe nicht der Einzige, durch den sich eine Verbindung der Zürcher Hochschulen zu kolonialen Machenschaften nachweisen lässt – und dies obwohl die Schweiz gar keine Kolonialmacht war. Nur spricht kaum jemand darüber. Am wenigsten, so scheint es, die Hochschulen selbst.

In Zürich findet man heute noch Orte, die von kolonialen Spuren der Uni und ETH Zürich zeugen (S. 14–15). Im Gespräch mit ETH-Historiker Harald Fischer-Tiné haben wir über die kolonialen Verstrickungen der beiden Hochschulen gesprochen (S. 16–19). Zudem beleuchten wir, inwiefern die Uni Zürich an der damals angestrebten «Verbesserung der weissen Rasse» beteiligt war und fragen uns, ob eine Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel stattgefunden hat (S. 20–21).

Derzeit versucht sich die Stadt Zürich mit einer Aufarbeitung ihrer kolonialen Vergangenheit. Wir zeigen, dass dazu auch die Rolle der Uni und ETH während des Kolonialismus eingeordnet werden muss. Mit dieser Ausgabe wollen wir etwas Licht ins Dunkel bringen.

Für die Redaktion

Jonathan Progin und Stephanie Caminada

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